Archiv für das Tag 'Weiterbildung'

Facebook für die persönliche Online-Reputation nutzen

Geschrieben von am 16. November 2011 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Personal Branding und Karrieremanagement mit Facebook

Da Facebook längst nicht mehr nur ein Netzwerk für die Pflege privater Kontakte ist, sondern auch für die berufliche Online-Reputation an Bedeutung gewinnt, habe ich die letzten Tage die Social Media Unterrichtsunterlagen für meine Online Seminare grundlegend überarbeitet. Neu ist ein Kapitel darüber, wie Facebook für die Online-Reputation genutzt werden kann. Her ein Ausschnitt daraus:

Wenn Sie ein Facebook-Profil haben, hat dieses Auswirkungen auf Ihre Online-Reputation, d.h. Sie können sich dem gar nicht entziehen. Entscheiden Sie sich für eine Minimalnutzung, die über die rein private Nutzung nicht hinausgeht oder für eine zur professionelle Nutzung Ihres Profils, um Ihre Kompetenzen zu kommunizieren, sich zu vernetzen und potentielle Kundinnen oder Multiplikatorinnen auf Sie aufmerksam zu machen? Wie auch immer Sie Ihr Facebook-Profil einsetzen: Sie sollten sich immer im Klaren darüber sein, was Sie tun, auch wenn Sie gänzlich auf Facebook verzichten. Hier nun einige Varianten der Facebook-Nutzung sowie deren Vor- und Nachteile bzw. Fallstricke für Ihr Personal Branding:

  1. Sie verzichten ganz auf ein Facebook-Profil

Bei über 25% aller Deutschen, die ein FB-Profil haben, vertreten Sie damit offensiv eine Haltung: Ohne mich. Bestenfalls wird Ihnen das als wohlüberlegte und mutige Verweigerung ausgelegt, schlimmstenfalls gelten Sie als ewig-gestrig und technisch inkompetent.

  1. Rein private Faceook-Nutzung

Sie haben ein Profil angelegt, nutzen dies aber tatsächlich nur, um mit Ihrer Familie und/oder Ihren engsten Freunden zu kommunizieren. Dagegen spricht nichts, Sie müssen dies nur klar kommunizieren. D.h. Sie veröffentlichen ihr Profil nirgends und verzichten völlig auf berufliche Nutzung. Ihre Privacy-Einstellungen müssen Sie dann sehr genau checken, sehr geizig mit Daten sein. Sie können allerdings nicht verhindern, dass Ihre Freundinnen einen lockereren Umgang mit FB haben und Beiträge von Ihnen kommentieren und teilen. Achten Sie darauf, dass Sie nie den Gefällt mir-Button klicken. Überlegen Sie sich eine Strategie für Freundschaftsanfragen, die sie nicht annehmen möchten. Ignorieren? Freundlich absagen? Checken Sie regelmäßig Ihre Privacy-Einstellungen.
Bestenfalls wird man Sie so einfach ignorieren, schlimmstenfalls hält man Sie für datenschutzfixiert und unlocker.

  1. Branchen-Monitoring und private Nutzung mit Facebook

Wenn Sie über die rein private Nutzung hinaus auch deswegen bei Facebook sind, weil Sie wissen möchten, was Ihre Konkurrenz, Personen oder Unternehmen Ihrer Branche dort kommunizieren, können Sie, um die echten Freundinnen von den beruflichen Interessen zu unterscheiden, Listen für Ihre Freunde anlegen und so die privaten von den beruflichen trennen. Stellen Sie dann in den Privacy-Einstellungen ein, dass Ihre Beiträge standardmäßig nur den besten Freunden angezeigt werden sollen. Setzen Sie den Like-Button bei Unternehmen, die für Sie interessant sind und stellen Sie Freundschaftsanfragen an beruflich relevante Personen. Halten Sie sich mit Kommentaren diesen beiden Gruppen gegenüber extrem zurück, posten Sie keine Fotos außer Ihrem Profilfoto. So bleiben Sie relativ geschützte passive Beobachterin. Allerdings bleiben Sie auch niemandem positiv in Erinnerung und setzen keine Akzente. Bestenfalls wird man Sie so relativ schnell wieder vergessen, schlimmstenfalls für wahnsinnig langweilig und aussagelos halten.

  1.  Nutzung von Facebook zur privaten und beruflichen Vernetzung

Neben Ihren privaten Freundinnen suchen Sie aktiv nach Personen, die Ihnen in beruflichem Kontext begegnet sind – insofern Ihnen dies angemessen erscheint. Sie beteiligen sich auch an Gruppen, die für Ihre Branche relevant erscheinen, posten Links zu Artikeln, Websites, Videos, die Ihnen beruflich interessant erscheinen. Sie setzen den Gefällt-Mir-Button häufig ein, auch um Beiträge Ihrer Freundinnen (auch der vornehmlich professionellen) positiv zu kennzeichnen. Spätestens bei dieser Nutzungsvariante sollten Sie sich sehr genau überlegen, welches Bild Sie von sich entstehen lassen wollen. Ihre Privatheit ist nun keine Privatsache mehr, sondern steht in beruflichem Kontext. Stellen Sie sich ggf. einen pseudo-lockeren beruflichen Termin wie eine Einweihung oder einen Sektempfang vor und überlegen Sie, was Sie in diesem Kontext privat von sich zeigen würden. Mehr und anderes offenbaren Sie auf Facebook auch nicht und daran halten Sie sich streng (es sei denn, Sie haben klar getrennte Listen). Sie können erzählen, dass Sie einen Reiturlaub machen und wie sehr Sie die Natur lieben, aber Sie werden nicht über Ihre Mitreisenden lästern. Sie können auch Fotos von Ihrem Urlaub posten, aber am besten solche, auf denen nur Landschaft und Pferde zu sehen sind. Bestenfalls wird man Sie für sympathisch und interessant halten, schlimmstenfalls wird man sie nett und oberflächlich finden.

  1. Facebook Fulltime-Nutzung auf allen Kanälen

Sie sind Vollblutnutzerin und nutzen Facebook privat sehr intensiv und streben auch eine intensive berufliche Vernetzung an. Facebook ist keine professionelle Plattform, daher geht es bei dieser sehr intensiven Nutzungsform immer auch darum, gegenüber den beruflichen Kontakten, mit denen Sie befreundet sind, eine auch private Person entstehen zu lassen, die sympathisch, zuverlässig, einfallsreich, kreativ, seriös, humorvoll usw. usw. wirkt. Formulieren Sie zunächst Ihre Webbotschaft (wie vor drei Wochen beschrieben), sammeln Sie die für Sie wichtigsten Eigenschaften und versuchen Sie, diese durch Ihre Facebook-Beiträge, Ihre Gruppen, Ihre Likes und Ihre Kommentare zu stärken. Wenn Sie politisch oder sozial engagiert sind, machen Sie auch hier keinen Hehl daraus und stellen Sie z.B. durch wohl ausgewählte und aktuelle Links unter Beweis, dass Sie sich immer auf Höhe der Zeit bewegen. Sie kokettieren ein wenig mit Ihrer Privatheit, z.B. mit Ihren Musikvorlieben (hin und wieder ein YouTube-Link zu einem geliebten Song verhilft zu erstaunlichen Kommentaren), erzählen doch auch mal, dass der Tag heute so grau ist, dass er nur mit viel Kaffee zu bewältigen ist, um kurz darauf aber einen beruflich höchst interessanten Link zu posten. Das alles ist aber eine professionelle Privatheit, die Sie für Facebook geschaffen haben. Auch hier halten Sie sich mit wirklich privaten Fotos zurück, reden nie über Abende, an denen Sie zu viel getrunken haben, sondern nur über das tolle Gespräch, das Sie mit XY über die Branche geführt haben. Bestenfalls wird man Sie für top-informiert und bestens vernetzt halten, für eine engagierte und zupackende Person. Schlimmstenfalls hält man Sie für eine Nervensäge, die zu wenig Aufträge und zu viel Zeit für Facebook hat.

Screenshot Facebook-Profil

Facebook-Profil einer webagentin

Nächste E-Learning-Fortbildung
Online-Akademie der BücherFrauen: Von der Online-PR zum Social Media Marketing
12wöchige E-Learning-Fortbildung
Start: 3. März bis 1. Juni, keine Präsenztermine
Weitere Informationen und Anmeldung …

Frauen besonders anfällig für Social Media Sucht

Geschrieben von am 26. September 2011 | Abgelegt unter Aktuell, Web, Weiterbildung

Da haben wir es wieder einmal: Weil Frauen erstens qua Geschlecht so heftig nach Anerkennung lechzen und zweitens ja bekanntlich hoffnungslos sozial sind, sind sie von der Internetsucht besonders betroffen. 560.000 Internetsüchtige soll es in Deutschland geben, das ergab eine Studie, die heute von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, vorgelegt wurde. Männer spielen, Frauen sozialisieren, (weiterlesen …)

E-Learning-Fortbildung: Online-PR und Online-Marketing

Geschrieben von am 29. August 2011 | Abgelegt unter Aktuell

Am 9. September startet im FrauenComputerZentrumBerlin die 12wöchige E-Learning-Fortbildung Online-PR und -Marketing . Die Fortbildung behandelt die Tools des klassichen und des Social Media-gestützten Online-Marketing: vom E-Mail-Marketing über die unternehmenseigene Website, Suchmaschinen-Marketing bis hin zum Einsatz der Social Media in PR und Marketing. (weiterlesen …)

LEARNTEC: E-Learning raus aus den Kinderschuhen

Geschrieben von am 6. Februar 2011 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Diese Woche fand die LEARNTEC, Messe und Kongress für professionelle Bildung, Lernen und IT, kurz, für E-Learning und neue Entwicklungen im Web- und App-basierten Lernen, z.B. dem M-Learning (Mobile Learning) statt.

die webagentin war dort für zwei Tage und durchlief eine Berg- und Talbahn zwischen Enttäuschung und Begeisterung. Eines der Kongressthemen war Serious Gaming, Lernspiele, die das Lernen unterhaltsam gestalten. Ziel von Serious Games im Rahmen von Lerneinheiten und Kursen ist es, das Lernen nachhaltiger zu gestalten. Das Gehirn, insbesondere, wenn es reizüberflutet und immer wieder abgelenkt ist, vergisst schnell, wenn es nur reine Fakten in Form von Texten, Vorträgen und Aufgabenstellungen vermittelt bekommt – gleichgültig, ob diese analog oder digital vermittelt werden. Buch, PDF oder Powerpoint-Präsentation kommt ungefähr derselbe Nachhaltigkeitsfaktor zu, nämlich ein geringer.

Wesentlich gesteigert wird die Merkfähigkeit des menschlichen Gehirns durch Emotionen, die das Erlernen des Stoffs begleitet haben, vor allen Dingen durch positive Emotionen, die der Mensch gerne erinnert. Dabei muss die Emotion nicht direkt an den Stoff gekoppelt sein. Wir lernen bei Lehrer/innen, die wir mögen, mehr und besser als bei solchen, die wir nicht mögen, wohingegen eine Atmosphäre, die von Angst und Langeweile geprägt ist, den Lernerfolg schmälert. Diese Regel gilt für jedes Alter. Auch Lachen und Spaß gehören zu den Emotionen, die die Merkfähigkeit steigern. E-Learning kann daher nur nachhaltig sein, wenn neben Fakten auch eine Atmosphäre bereit gestellt wird, die bindende Emotionen erlaubt und fördert. Der Emotionsfaktor von einfliegende Spiegelstrich-Fakten und Avataren, die Texte von Telepromptern lesen, ist denkbar gering. Wer spielt, lässt sich hingegen meist emotional fesseln und wer Spaß hat, erinnert die vermittelten Fakten einer Lerneinheit besser.

Immer mehr E-Learning-Anbieter, das war auf der LEARNTEC zu beobachten, bieten daher die Konzeption von Serious Games oder von Spiel-ähnlich konzipierten Lernumgebungen. Ein sehr schönes Beispiel, mit dem ich nun meinen halben Sonntag vormittag verbracht habe, ist der auf der LEARNTEC vorgestellte virtuelle Supermarkt der E-Learningsparte des Deutschen Fachverlags Mediadidact. Erstens weiß ich nun, dass ich weit davon entfernt bin, einen Supermarkt zu bestücken (schon beim Obst bin ich an der Prüfung gescheitert) und zweitens ist der Supermarkt ein überzeugender Beweis dafür, dass E-Learning den Kinderschuhen endgültig entwachsen ist.

Der virtuelle Supermarkt ist kostenlos für alle Interessierten und potentiellen Supermarktbetreiber zugänglich – http://www.virtuellersupermarkt.de.

Virtueller Supermarkt Screenshot

Und einen schönen Sonntag noch.

Fernunterrichtsstatistik 2009 online

Geschrieben von am 20. September 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Das Forum DistancE-Learning hat seine diesjährige Studie zum Thema Fernunterricht in Deutschland veröffentlicht. Lernen, besser: Fernlernen, ist demnach krisenresistent. Die Zahl der Fernlerner/innen in Deutschland ist – insbesondere an Hochschulen – gewachsen. Die Studie kann hier heruntergeladen werden. En passant fällt auf: Es gibt wesentlich mehr Frauen als Männer unter den Fernlerner/innen, nur im Bereich Betriebswirte, Techniker, Übersetzer sowie Mathematik, Naturwissenschaft, Technik und EDV-Lehrgänge gibt verschwindend wenige Frauen. Same old story – Deutschland ist in Sachen Frauen und Technik nach wie vor ein Entwicklungsland. Vielleicht sollte Herr Niebel hier investieren….

Wie erkennen Unternehmen ihren Bildungsbedarf?

Geschrieben von am 15. August 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Das ist sicherlich eine der schwierigsten Fragen im Bereich Weiterbildung für Unternehmen und Organisationen überhaupt. Denn Weiterbildungsbedarf an der Basis dringt selten vor bis in die Ebenen von Unternehmen, wo z.B. über Unternehmensweiterbildungen entschieden wird. Und dort, wo darüber entschieden wird, ist der eigene Weiterbildungsbedarf wiederum kein gern angesprochenes Thema. Jede Unternehmensetage hat da ihre eigenen Tabus. Die GABAL – Gesellschaft zur Förderung Anwendungsorientierter Betriebswirtschaft und Aktiver Lehrmethoden in Hochschule und Praxis e.V. startet eine Umfrage unter Unternehmen, die etwas aufhellen soll, wie in deutschen Unternehmen die Praxis der Ermittlung des Bildungsbedarfs aussieht. Ein Thema mit dessen negativen Auswüchsen in Form von an Mitarbeiterinnen vorbei geplanten (e-)Fortbildungen leider bisweilen durchaus konfrontiert werden – bis in längere Auszeiten hinein. Also, den Finger auf die Wunde legen: http://www.fotoprotokoll.biz/befragung/

BücherFrauen-E-Akademie 2010

Geschrieben von am 28. Juni 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Mit schönen Referenzen sollte man noch nicht einmal in Auszeiten hinter dem Berg halten – erst recht nicht hinter den Bergen der Sierra Nevada.

Verlegerin Andrea Krug von Krug & Schadenberg zur kürzlich zu Ende gegangenen 2. BücherFrauen E-Akademie Online PR und Marketing in der Buchbranche:

http://www.buecherfrauen.de/index.php?seite=Akademie&content=&id=1029

Xing mit Fehlern, cwcity mit Problemen, Google mit Navigation?

Geschrieben von am 30. April 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Als Dozentin und Unterrichtende erlebt man immer wieder kleine GAUs. Ich glaube, die erste Selbstlerneinheit, die ich mir nach der Entscheidung, zukünftig im Bereich Seminare, Weiterbildungen und Vorträge tätig sein, verordnet habe, war die, ungefähr jeden Bildschirm dieser Welt an ungefähr jeden erdenklichen Beamer anpassen zu können und das mit allen nur erdenklichen Betriebssystemen. Vom souveränen Umgang mit allen denkbaren Anschlussmöglichkeiten von Rechner und Beamer ganz zu schweigen. Für alle in diesem Sektor tätigen Frauen ist das nicht nur Soft Skill, sondern fast schon Kernkompetenz. Darauf wird geschaut und in der technischen Vorbereitung eines Vortrags werden die Weichen für seinen Erfolg gestellt.

Wenn der Beamer beamt, das projizierte Bild gut lesbar und der Screen auch auf dem Laptop, Netbook, PC oder MacBook nicht schwarz oder völlig entstellt ist, gibt es gerade bei Online-Live-Unterricht noch genügend Dinge, die schief gehen können. Allein in der letzten Woche hatte ich im Unterricht so viele Pannen, wie sie bei der Stillarbeit am Rechner im Laufe eines ganzen Jahres nicht vorkommen – es sei denn, man fährt Zug und versucht, länger als 2 Minuten am Stück mit einem mobilen Stick online zu arbeiten. Grrrrrrh.

1. Unterrichtseinheit WordPress-Blog bei dem Free Webspace-Anbieter cwcity.de

einrichten

Schon beim Einrichten des Nutzer/innen-Zugangs passierte der SuperGAU: In der E-Mail für die Account-Bestätigung wurde mir das von einer Teilnehmerin gewählte Passwort gesendet, die Teilnehmerin hingegen erhielt das meine. Allein deswegen könnte cwcity.de den Laden ja eigentlich dicht machen.

In der Folge funktionierten die eingerichteten Zugänge mal, mal nicht und vor allem war alles so unterträglich langsam, dass von effektivem Unterricht nicht die Rede sein konnte.

2. Kontakte zu XING einladen

Ungefähr einen Tag später war das Thema Online Reputation Management unter anderem mit XING. Ich lud alle Teilnehmerinnen über meinen XING-Account zu XING ein, um dann anschaulich über die Funktionen des Premiumaccounts bei XING zu referieren. Bei allen, die ich eingeladen hatte, erschien nach dem Klick auf den in einer E-Mail von XING gesendeten Einladungsmail die Meldung Die gewünschte Operation ist nicht bekannt. In der Folge gab es nur bitteren Frontalunterricht und frustrierte Teilnehmerinnen

3. Google mit Navigation und neuem Layout

Wir sind immer noch beim Thema Online Reputation Management. Die Aufgabe heißt Vanity Search, also Googlen des eigenen Namens. Das eine oder andere interessante Ergebnis schauen wir uns zusammen via Beamer an. Von einem Moment auf den anderen hat Google plötzlich ein völlig anderes Erscheinungsbild, links habe ich eine Navigation, in der ich auswählen kann, welche Art von Dokumenten (Bilder, Videos, Blogs, Alle, Twitter) ich suche. Unter der Suchzeile steht eine voreingestellte Ortsangabe, die genau den Ort zeigt, wo ich kürzlich Urlaub machte und mich via Google über das Wetter erkundigt hatte (Liebes Google, danke fürs Mitdenken, bin jetzt aber in Berlin). Ich gehe souverän darüber hinweg, wahrscheinlich fällt es kaum auf, außer dass meine Suchergebnisse sich dezent von denen der Teilnehmerinnen unterscheiden.

Ist hier noch auf irgendetwas Verlass? Ich glaube, ich möchte wieder eine statische Website, bestehend aus 3 Seiten haben und sonst gar nix. Die Google-Navigation ist übrigens wieder verschwunden – aber ich schwöre, die war da!

Social Media Marketing = dem Glück ein Nest bereiten

Geschrieben von am 16. April 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

In der laufenden Woche habe zusammen mit der Buchhandlerin Susanne Martin (Schiller Buchhandlung Stuttgart Vaihingen) zwei Seminare zum Thema Web2.0 und Social Media Konzepte für Buchhandlungen geleitet. Zuerst haben wir auf dem Fachkongress am 10./11.4. in Frankfurt “Die Zukunft beginnt jetzt! – E-Business, Digital Content & Social Media in der Buchbranche” einen Workshop für Buchhändler/innen angeboten, dann am 13.4. in der Umbreit Akademie in Bietigheim Bissingen ein Seminar zum gleichen Thema geleitet.

Fazit beider Veranstaltungen: Die Integration von Social Media in die PR und das Marketing von Buchhandlungen verläuft sehr schleppend. Während kleine, lokal stark eingebundene Buchhandlungen das Thema sehr vorsichtig angehen und den viralen Effekt oft eher fürchten als wünschen, sehen sich größere Buchhandlungen hier viel mehr gefordert.

Die erstaunte Erkenntnis auch derer, die die Social Media mit großen Vorbehalten angehen, lautete jedoch auch: Das sind Orte, an denen über Bücher und an denen teilweise auch über uns und über unsere Veranstaltungen gesprochen wird. Diesen Orten können wir nicht länger fern bleiben, wenigstens als Zuschauer/innen und Zuhörer/innen müssen wir hier präsent sein.

Die entscheidende Frage – und was bringen Social Media Aktivitäten? – konnte auch in diesen Seminaren nicht abschließend beantwortet werden. Was bringt es, wenn Buchhändler/innen anbieten, auf Facebook über das Thema “Vorlesen” zu diskutieren? Was bringt es, wenn Buchhandlungen ihre Veranstaltungen auch bei Facebook bewerben? Und wo sind die Ziele anzusiedeln: Allgemeine PR für Buch und Lesen oder konkretes Marketing für den eigenen Verkaufsstandort?

Social Media Marketing ist nach wie vor oft ergebnisoffen und wann und ob der virale Effekt in größerem Maße einsetzt oder nicht, bleibt nicht wirklich planbar und – das ist vielleicht die gute Nachricht – nicht wirklich abhängig vom Budget. Zufall und Glück bleiben, das räumen auch Marketing-Strategen aus anderen Branchen ein, ein wichtiger Faktor als Auslöser von Viralität. Richtig machen bedeutet im Bereich der Social Media wohl vor allem eines: Alles vorbereiten für den Fall, dass der virale Effekt einsetzt – dem Glück ein Nest bereiten eben.

Slideshow zum Workshop:

Einführung Web2.0 und Social Media – Seminar

Geschrieben von am 8. Februar 2010 | Abgelegt unter Termine, Weiterbildung

Twitter, Facebook, Social Media, Web2.0, Bloggen, Posten – Sie haben von alledem schon einmal gehört, einiges davon schon gesehen und manches selbst ausprobiert. Sie wissen, dass auf die Dauer kein Berufsweg am Web2.0 vorbeiführt. Dennoch sind Sie dort kaum aktiv und wenn doch, stoßen Sie auf Wissenslücken und haben viele Fragen, wissen aber nicht, wem Sie diese stellen sollen? Dann haben wir das richtige Seminar für Sie: Am 3. und 4. März bietet die webagentin ein Seminar an, das eine ausführliche Einführung in die Welt des Web2.0 gibt und die technischen Grundlagen für die wichtigsten Tool praktisch vermittelt.

Inhalte

Wir möchten die zwei Tage optimal nutzen, viele Tools vorstellen und praktisch einsetzen und Platz für Fragen der Teilnehmer/innen bieten. Daher erhalten alle Teilnehmer/innen nach der verbindlichen Anmeldung ein ausführliches und kurzweiliges Einführungsskript mit vielen Beispielen und Links zu den wichtigsten Web2.0-Entwicklungen und -Tools. So starten alle mit dem gleichen Basiswissen in die zwei Tage Workshop.

Die beiden Seminartage sind vor allem der technischen Umsetzung gewidmet:

  • Blogs: Blogs einrichten, Blogs an den eigenen Bedarf anpassen, Artikel, Seiten, Kommentare, Videos, Audio-Dateien etc. einbinden und/oder verlinken
  • Twitter: vom Tweet zum Retweet zur Replay, Listen, Tagging etc. – und was bringt es?
  • Facebook und Co.: Wie funktioniert Viralität über Social Networks: Profile und Fanseiten bei Facebook
  • Web2.0-Monitoring: Wie erfahre ich schnell und zuverlässig, was zu meinen Themen (zu meiner Person) in Twitter, auf Social Networks und in Blogs geschrieben wird? Kostenfreie und kostenpflichtige Werkzeuge des Social Media Monitoring
  • Organisation und Überblick in der eigenen Web2.0-Welt: Persönliche Google-Startseite oder Netvibes-Arbeitsplatz einrichten und andere Tools

Kosten

Das Seminar kostet für zwei Tage à 6 Stunden Workshop inklusive aller Seminarunterlagen 520 Euro inklusive MwSt.. Ermäßigung für Selbstzahlerinnen ist auf Anfrage möglich.

Die maximale Teilnehmerinnenzahl betragt 5 Teilnehmer/innen. Eine Teilnahme mit eigenem Laptop ist möglich.

Anmeldung

Melden Sie sich mit unserem Online-Formular an.

Weitere Fragen beantworten wir gerne: post/an/diewebagentin.de oder 030/33027540

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