Alle Artikel aus 'Weiterbildung'

iPad und Pisa – Apples Visionen

Geschrieben von am 24. Januar 2012 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Als Amazon Anfang Dezember die Kinderbuchsparte des Verlags Marshall Cavendish kaufte, kündigte der Konzern gleichzeitig an, sich hier zukünftig vor allem auf Schul- und Prüfungsbücher zu konzentrieren, konnte man es schon ahnen – Bildung boomt. Gewissheit darüber, wie attraktiv der Bildungssektor für Technik- und Internet-Riesen ist, bekamen wir letzte Woche, als Apple bei einem Live Event in New York seine Visionen zukünftigen Lernens und zukünftiger Lernmaterialien vorstellte. Was da zu sehen war, ist beeindruckend. Noch beeindruckender ist die Unternehmensvision dahinter: Wer ein hohes Bildungsniveau hat, hat meist einen guten Job, wer einen guten Job hat, hat gutes Geld. Wer gutes Geld hat, kann sich gute Technik leisten. Wer seine Bildung von frühester Kindheit an mit Apple verbindet, wird sich später sehr wahrscheinlich für den Kauf von Apple-Geräten und Software entscheiden.

Das ist echte Nachhaltigkeit. Ähnliche Überlegungen strategischer Art kann man sicherlich auch Amazon beim Kauf des Kinderbuchverlags unterstellen, doch Apple hat es mal wieder nach unvergleichlicher Apple-Manier gemacht – bei Apple sehen sogar die in den Augen leuchtenden Dollars einfach gut aus.

Das ist wie der alte Microsoft/Apple Vergleich: Windows-Glücksgefühl = Wie schön, dass es funktioniert; Apple-Glücksgefühl = Wie schön das funktioniert!

 

Facebook für die persönliche Online-Reputation nutzen

Geschrieben von am 16. November 2011 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Personal Branding und Karrieremanagement mit Facebook

Da Facebook längst nicht mehr nur ein Netzwerk für die Pflege privater Kontakte ist, sondern auch für die berufliche Online-Reputation an Bedeutung gewinnt, habe ich die letzten Tage die Social Media Unterrichtsunterlagen für meine Online Seminare grundlegend überarbeitet. Neu ist ein Kapitel darüber, wie Facebook für die Online-Reputation genutzt werden kann. Her ein Ausschnitt daraus:

Wenn Sie ein Facebook-Profil haben, hat dieses Auswirkungen auf Ihre Online-Reputation, d.h. Sie können sich dem gar nicht entziehen. Entscheiden Sie sich für eine Minimalnutzung, die über die rein private Nutzung nicht hinausgeht oder für eine zur professionelle Nutzung Ihres Profils, um Ihre Kompetenzen zu kommunizieren, sich zu vernetzen und potentielle Kundinnen oder Multiplikatorinnen auf Sie aufmerksam zu machen? Wie auch immer Sie Ihr Facebook-Profil einsetzen: Sie sollten sich immer im Klaren darüber sein, was Sie tun, auch wenn Sie gänzlich auf Facebook verzichten. Hier nun einige Varianten der Facebook-Nutzung sowie deren Vor- und Nachteile bzw. Fallstricke für Ihr Personal Branding:

  1. Sie verzichten ganz auf ein Facebook-Profil

Bei über 25% aller Deutschen, die ein FB-Profil haben, vertreten Sie damit offensiv eine Haltung: Ohne mich. Bestenfalls wird Ihnen das als wohlüberlegte und mutige Verweigerung ausgelegt, schlimmstenfalls gelten Sie als ewig-gestrig und technisch inkompetent.

  1. Rein private Faceook-Nutzung

Sie haben ein Profil angelegt, nutzen dies aber tatsächlich nur, um mit Ihrer Familie und/oder Ihren engsten Freunden zu kommunizieren. Dagegen spricht nichts, Sie müssen dies nur klar kommunizieren. D.h. Sie veröffentlichen ihr Profil nirgends und verzichten völlig auf berufliche Nutzung. Ihre Privacy-Einstellungen müssen Sie dann sehr genau checken, sehr geizig mit Daten sein. Sie können allerdings nicht verhindern, dass Ihre Freundinnen einen lockereren Umgang mit FB haben und Beiträge von Ihnen kommentieren und teilen. Achten Sie darauf, dass Sie nie den Gefällt mir-Button klicken. Überlegen Sie sich eine Strategie für Freundschaftsanfragen, die sie nicht annehmen möchten. Ignorieren? Freundlich absagen? Checken Sie regelmäßig Ihre Privacy-Einstellungen.
Bestenfalls wird man Sie so einfach ignorieren, schlimmstenfalls hält man Sie für datenschutzfixiert und unlocker.

  1. Branchen-Monitoring und private Nutzung mit Facebook

Wenn Sie über die rein private Nutzung hinaus auch deswegen bei Facebook sind, weil Sie wissen möchten, was Ihre Konkurrenz, Personen oder Unternehmen Ihrer Branche dort kommunizieren, können Sie, um die echten Freundinnen von den beruflichen Interessen zu unterscheiden, Listen für Ihre Freunde anlegen und so die privaten von den beruflichen trennen. Stellen Sie dann in den Privacy-Einstellungen ein, dass Ihre Beiträge standardmäßig nur den besten Freunden angezeigt werden sollen. Setzen Sie den Like-Button bei Unternehmen, die für Sie interessant sind und stellen Sie Freundschaftsanfragen an beruflich relevante Personen. Halten Sie sich mit Kommentaren diesen beiden Gruppen gegenüber extrem zurück, posten Sie keine Fotos außer Ihrem Profilfoto. So bleiben Sie relativ geschützte passive Beobachterin. Allerdings bleiben Sie auch niemandem positiv in Erinnerung und setzen keine Akzente. Bestenfalls wird man Sie so relativ schnell wieder vergessen, schlimmstenfalls für wahnsinnig langweilig und aussagelos halten.

  1.  Nutzung von Facebook zur privaten und beruflichen Vernetzung

Neben Ihren privaten Freundinnen suchen Sie aktiv nach Personen, die Ihnen in beruflichem Kontext begegnet sind – insofern Ihnen dies angemessen erscheint. Sie beteiligen sich auch an Gruppen, die für Ihre Branche relevant erscheinen, posten Links zu Artikeln, Websites, Videos, die Ihnen beruflich interessant erscheinen. Sie setzen den Gefällt-Mir-Button häufig ein, auch um Beiträge Ihrer Freundinnen (auch der vornehmlich professionellen) positiv zu kennzeichnen. Spätestens bei dieser Nutzungsvariante sollten Sie sich sehr genau überlegen, welches Bild Sie von sich entstehen lassen wollen. Ihre Privatheit ist nun keine Privatsache mehr, sondern steht in beruflichem Kontext. Stellen Sie sich ggf. einen pseudo-lockeren beruflichen Termin wie eine Einweihung oder einen Sektempfang vor und überlegen Sie, was Sie in diesem Kontext privat von sich zeigen würden. Mehr und anderes offenbaren Sie auf Facebook auch nicht und daran halten Sie sich streng (es sei denn, Sie haben klar getrennte Listen). Sie können erzählen, dass Sie einen Reiturlaub machen und wie sehr Sie die Natur lieben, aber Sie werden nicht über Ihre Mitreisenden lästern. Sie können auch Fotos von Ihrem Urlaub posten, aber am besten solche, auf denen nur Landschaft und Pferde zu sehen sind. Bestenfalls wird man Sie für sympathisch und interessant halten, schlimmstenfalls wird man sie nett und oberflächlich finden.

  1. Facebook Fulltime-Nutzung auf allen Kanälen

Sie sind Vollblutnutzerin und nutzen Facebook privat sehr intensiv und streben auch eine intensive berufliche Vernetzung an. Facebook ist keine professionelle Plattform, daher geht es bei dieser sehr intensiven Nutzungsform immer auch darum, gegenüber den beruflichen Kontakten, mit denen Sie befreundet sind, eine auch private Person entstehen zu lassen, die sympathisch, zuverlässig, einfallsreich, kreativ, seriös, humorvoll usw. usw. wirkt. Formulieren Sie zunächst Ihre Webbotschaft (wie vor drei Wochen beschrieben), sammeln Sie die für Sie wichtigsten Eigenschaften und versuchen Sie, diese durch Ihre Facebook-Beiträge, Ihre Gruppen, Ihre Likes und Ihre Kommentare zu stärken. Wenn Sie politisch oder sozial engagiert sind, machen Sie auch hier keinen Hehl daraus und stellen Sie z.B. durch wohl ausgewählte und aktuelle Links unter Beweis, dass Sie sich immer auf Höhe der Zeit bewegen. Sie kokettieren ein wenig mit Ihrer Privatheit, z.B. mit Ihren Musikvorlieben (hin und wieder ein YouTube-Link zu einem geliebten Song verhilft zu erstaunlichen Kommentaren), erzählen doch auch mal, dass der Tag heute so grau ist, dass er nur mit viel Kaffee zu bewältigen ist, um kurz darauf aber einen beruflich höchst interessanten Link zu posten. Das alles ist aber eine professionelle Privatheit, die Sie für Facebook geschaffen haben. Auch hier halten Sie sich mit wirklich privaten Fotos zurück, reden nie über Abende, an denen Sie zu viel getrunken haben, sondern nur über das tolle Gespräch, das Sie mit XY über die Branche geführt haben. Bestenfalls wird man Sie für top-informiert und bestens vernetzt halten, für eine engagierte und zupackende Person. Schlimmstenfalls hält man Sie für eine Nervensäge, die zu wenig Aufträge und zu viel Zeit für Facebook hat.

Screenshot Facebook-Profil

Facebook-Profil einer webagentin

Nächste E-Learning-Fortbildung
Online-Akademie der BücherFrauen: Von der Online-PR zum Social Media Marketing
12wöchige E-Learning-Fortbildung
Start: 3. März bis 1. Juni, keine Präsenztermine
Weitere Informationen und Anmeldung …

Frauen besonders anfällig für Social Media Sucht

Geschrieben von am 26. September 2011 | Abgelegt unter Aktuell, Web, Weiterbildung

Da haben wir es wieder einmal: Weil Frauen erstens qua Geschlecht so heftig nach Anerkennung lechzen und zweitens ja bekanntlich hoffnungslos sozial sind, sind sie von der Internetsucht besonders betroffen. 560.000 Internetsüchtige soll es in Deutschland geben, das ergab eine Studie, die heute von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, vorgelegt wurde. Männer spielen, Frauen sozialisieren, (weiterlesen …)

Zen oder die Kunst des Elfmeter-Schießens – 世界チャンピオン

Geschrieben von am 18. Juli 2011 | Abgelegt unter Aktuell, Sonstiges, Weiterbildung

Ungewohnte Namen von Heldinnen galt es gestern zu lernen: Ayumi Kaihori, die zwei Elfmeter hielt, Saki Kumagai, die den ihren im linken oberen Eck platzierte, als habe sie den Ball mit dem Bogen abgeschossen, und natürlich Homare Sawa, der Star der WM, beste Spielerin, fairste Spielerin und Torschützenkönigin des Turniers. Ich habe noch keine Statistiken gelesen, aber ich bin sicher, dass – trotz der roten Karte gestern gegen Iwashimizu – Japan eines der fairsten Teams er WM war. (weiterlesen …)

LEARNTEC: E-Learning raus aus den Kinderschuhen

Geschrieben von am 6. Februar 2011 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Diese Woche fand die LEARNTEC, Messe und Kongress für professionelle Bildung, Lernen und IT, kurz, für E-Learning und neue Entwicklungen im Web- und App-basierten Lernen, z.B. dem M-Learning (Mobile Learning) statt.

die webagentin war dort für zwei Tage und durchlief eine Berg- und Talbahn zwischen Enttäuschung und Begeisterung. Eines der Kongressthemen war Serious Gaming, Lernspiele, die das Lernen unterhaltsam gestalten. Ziel von Serious Games im Rahmen von Lerneinheiten und Kursen ist es, das Lernen nachhaltiger zu gestalten. Das Gehirn, insbesondere, wenn es reizüberflutet und immer wieder abgelenkt ist, vergisst schnell, wenn es nur reine Fakten in Form von Texten, Vorträgen und Aufgabenstellungen vermittelt bekommt – gleichgültig, ob diese analog oder digital vermittelt werden. Buch, PDF oder Powerpoint-Präsentation kommt ungefähr derselbe Nachhaltigkeitsfaktor zu, nämlich ein geringer.

Wesentlich gesteigert wird die Merkfähigkeit des menschlichen Gehirns durch Emotionen, die das Erlernen des Stoffs begleitet haben, vor allen Dingen durch positive Emotionen, die der Mensch gerne erinnert. Dabei muss die Emotion nicht direkt an den Stoff gekoppelt sein. Wir lernen bei Lehrer/innen, die wir mögen, mehr und besser als bei solchen, die wir nicht mögen, wohingegen eine Atmosphäre, die von Angst und Langeweile geprägt ist, den Lernerfolg schmälert. Diese Regel gilt für jedes Alter. Auch Lachen und Spaß gehören zu den Emotionen, die die Merkfähigkeit steigern. E-Learning kann daher nur nachhaltig sein, wenn neben Fakten auch eine Atmosphäre bereit gestellt wird, die bindende Emotionen erlaubt und fördert. Der Emotionsfaktor von einfliegende Spiegelstrich-Fakten und Avataren, die Texte von Telepromptern lesen, ist denkbar gering. Wer spielt, lässt sich hingegen meist emotional fesseln und wer Spaß hat, erinnert die vermittelten Fakten einer Lerneinheit besser.

Immer mehr E-Learning-Anbieter, das war auf der LEARNTEC zu beobachten, bieten daher die Konzeption von Serious Games oder von Spiel-ähnlich konzipierten Lernumgebungen. Ein sehr schönes Beispiel, mit dem ich nun meinen halben Sonntag vormittag verbracht habe, ist der auf der LEARNTEC vorgestellte virtuelle Supermarkt der E-Learningsparte des Deutschen Fachverlags Mediadidact. Erstens weiß ich nun, dass ich weit davon entfernt bin, einen Supermarkt zu bestücken (schon beim Obst bin ich an der Prüfung gescheitert) und zweitens ist der Supermarkt ein überzeugender Beweis dafür, dass E-Learning den Kinderschuhen endgültig entwachsen ist.

Der virtuelle Supermarkt ist kostenlos für alle Interessierten und potentiellen Supermarktbetreiber zugänglich – http://www.virtuellersupermarkt.de.

Virtueller Supermarkt Screenshot

Und einen schönen Sonntag noch.

E-Learning-Angebot: Online-PR und Online-Marketing für die Buchbranche

Geschrieben von am 20. Januar 2011 | Abgelegt unter Aktuell, Termine, Weiterbildung

Am 4. März 2011 startet zum 3. Mal das E-Learning-Seminar Online-PR und Online-Marketing für die Buchbranche. Das Seminar wird im Rahmen der Online-Akademie der BücherFrauen e.V. erstmalig in Kooperation mit dem mediacampus frankfurt / Schulen des Deutschen Buchhandels angeboten. Das einst in Kooperation mit dem FCZB entwickelte Angebot wurde neu überarbeitet und legt nun einen stärkeren Schwerpunkt auf PR und Marketing in den Social Media und mit Web2.0-Tools.

In 12 Wochen werden alle wichtigen Werkzeuge der modernen Online-PR und aktuelle Marketing-Tendenzen vorgestellt, in vielen praktischen und arbeitsplatznahen Aufgaben werden von den Teilnehmerinnen übungsweise angewendet und teilweise direkt für das eigene Unternehmen eingesetzt. Ausführliche Skripte mit Hintergrundinformationen, praktische technische Anleitungen, Linksammlungen zu aktuellen PR- und Marketing-Themen, Foren, Chats und Videos bilden zusammen eine fundierte Fortbildung, die das umfangreiche Thema fundiert und praxisorientiert vermittelt.

Die Themen sind unter anderem:

Digitale Kommunikation in der PR – digitale Pressematerialien, Downloads und E-Knigge

  • Newsletter-Marketing, Newsletter-Tools
  • Websites – wer braucht was? Konzeption und Zielgruppen
  • Online Reputation und Personal Branding
  • Digitale PR: Social Media Releases, Newsrooms und Roadmaps
  • Blogs und Wikis
  • Social Networks von Facebook bis Twitter
  • Virales Marketing

Tutorin des Seminars ist die webagentin, Silke Buttgereit.

Seminargebühr: 420 Euro für BücherFrauen / 575 Euro für Nichtmitglieder
Für das Seminar kann die Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beantragt werden


Termin: 4. März bis 3. Juni 2011

Anmeldung und Information
Website BücherFrauen
Giselind Werner: e-akademie@buecherfrauen.de

Anmeldeschluss: 15. Februar 2011

logo bücherfrauen

Bloggen hilft

Geschrieben von am 17. November 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Vor einiger Zeit berichtete ich über einen eher schief gelaufenen Unterrichtstag, an dem Webseiten verschwanden, Passwörter auf wundersame Weise vertauscht wurden und manche Seiten einfach erst gar nicht geladen werden konnten.

Die Firma cwcity, ein FreeFTP-Anbieter, den wir damals namentlich nannten, hatte auf diesen Beitrag sofort reagiert, nachgefragt, wo die Probleme genau lagen und signalisierte einige Zeit später, dass die Probleme behoben seien. Heute erhielt ich erneut eine Mail von einem cwcity-Mitarbeiter mit der Bitte, den Pannenbericht von damals doch bitte zu updaten.

Das tue ich hiermit gerne und freue mich sehr, dass bloggen hilft.

Lernen von Morgen: Elite-Unis waren Gestern

Geschrieben von am 1. Oktober 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Kaum hat es Deutschland geschafft seine Hochschulwelt so weit umzumodeln, dass es auch hierzulande ganz offiziell Eliteuniversiäten gibt, an denen eine Elite für Wirtschaft und Politik ausgebildet werden soll, da gibt Bill Gates – der sein Havard-Studium zugunsten der Gründung von Microsoft einst abbrach – zum Besten, dass die Idee der Elite-Uni von Gestern ist. Auf der Techonomy-Konferenz in Lake Tahoe prophezeite er, dass in 5 Jahren die besten Vorlesungen allemal im Internet zu finden seien und Lernende sie auf diese Art uniübergreifend selbst für ihren Stundenplan beliebig zusammen stellen können. Diese vorhergesagte Entwicklung wird noch einige Kontroversen hervorrufen. Wie wäre das denn? Die besten Unis stellen ihre Vorlesungen allesamt online und kostenfrei zur Verfügung, so dass alle weltweit daran teilnehmen können. Geld spielt für diese Ausbildung keine wirklich tragende Rolle, gefördert werden also auch die Intelligenz-Eliten in Dschibuti, Indonesien, Peru und der Mongolei. Keine Hürden mehr für Bildung, am Ende gibt es eine Abschlussprüfung und mit diesem Abschluss in der Tasche können sich dann alle überall auf der Welt um die besten Jobs bewerben. So bekommen die Besten die beste Ausbildung und die besten Jobangebote die besten Bewerber/innen. So kommen auch nach Deutschland die Besten und Sarrazins Prophezeiung, wir schafften uns ab, wird am Ende wahr, aber auf ganz anderem Niveau.

Gates hat im Übrigen z.B. mit dem Projekt Tuva schon seit einiger Zeit damit begonnen, die Verwertungsrechte von Vorlesungen zu erwerben. Damit ist er – der mit Microsoft das Internet in den 90er Jahren ja zunächst glatt verschlafen hatte – in diesem Fall ganz unglaublich auf der Höhe der Zeit: Die nächste Globalisierungswelle wird die der Bildung und Ausbildung sein. Was das bedeutet, lässt sich bisher nur spekulieren, aber Bill Gates tut sicherlich nichts falsches, wenn er sich in Sachen Bildung schon einmal in die erste Reihe stellt.

Fernunterrichtsstatistik 2009 online

Geschrieben von am 20. September 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Das Forum DistancE-Learning hat seine diesjährige Studie zum Thema Fernunterricht in Deutschland veröffentlicht. Lernen, besser: Fernlernen, ist demnach krisenresistent. Die Zahl der Fernlerner/innen in Deutschland ist – insbesondere an Hochschulen – gewachsen. Die Studie kann hier heruntergeladen werden. En passant fällt auf: Es gibt wesentlich mehr Frauen als Männer unter den Fernlerner/innen, nur im Bereich Betriebswirte, Techniker, Übersetzer sowie Mathematik, Naturwissenschaft, Technik und EDV-Lehrgänge gibt verschwindend wenige Frauen. Same old story – Deutschland ist in Sachen Frauen und Technik nach wie vor ein Entwicklungsland. Vielleicht sollte Herr Niebel hier investieren….

Wie erkennen Unternehmen ihren Bildungsbedarf?

Geschrieben von am 15. August 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Das ist sicherlich eine der schwierigsten Fragen im Bereich Weiterbildung für Unternehmen und Organisationen überhaupt. Denn Weiterbildungsbedarf an der Basis dringt selten vor bis in die Ebenen von Unternehmen, wo z.B. über Unternehmensweiterbildungen entschieden wird. Und dort, wo darüber entschieden wird, ist der eigene Weiterbildungsbedarf wiederum kein gern angesprochenes Thema. Jede Unternehmensetage hat da ihre eigenen Tabus. Die GABAL – Gesellschaft zur Förderung Anwendungsorientierter Betriebswirtschaft und Aktiver Lehrmethoden in Hochschule und Praxis e.V. startet eine Umfrage unter Unternehmen, die etwas aufhellen soll, wie in deutschen Unternehmen die Praxis der Ermittlung des Bildungsbedarfs aussieht. Ein Thema mit dessen negativen Auswüchsen in Form von an Mitarbeiterinnen vorbei geplanten (e-)Fortbildungen leider bisweilen durchaus konfrontiert werden – bis in längere Auszeiten hinein. Also, den Finger auf die Wunde legen: http://www.fotoprotokoll.biz/befragung/

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