Free your Phone!
Eigentlich toll: In Barcelona wurde eine Firefox Betriebssystem für Smartphones vorgestellt. Schon vor einigen Wochen wurde die Marktreife der Linux-Version Ubuntu für Smartphones angekündigt. Konkurrenz belebt das Geschäft und so ist diese Entwicklung neuer Systeme in jedem Fall zu begrüßen. Zumal [...]
Free your Phone!
Eigentlich toll: In Barcelona wurde eine Firefox Betriebssystem für Smartphones vorgestellt. Schon vor einigen Wochen wurde die Marktreife der Linux-Version Ubuntu für Smartphones angekündigt. Konkurrenz belebt das Geschäft und so ist diese Entwicklung neuer Systeme in jedem Fall zu begrüßen. Zumal die beiden neuen Systeme den Vorteil haben, dass sie auch auf alten Smartphones schnell und stolperfrei laufen. Wer sein Smartphone also einfach nur sachlich für praktische Funktionen wie Telefonieren, Mails checken, Kalenderfunktionen, Aufgabenerinnerung, Wetterbericht, Wikipedia, kurze Internetbesuche nutzt, kann damit auch alte Smartphones, für die die Hersteller keine neuen Androidversionen entwickeln, noch für ein zwei Jahre reaktivieren. Kampf der Materialverschwendung, super, denn jedes entsorgte Smartphone enthält jede Menge Stoffe, die richtig giftig sind und kaum recycelt werden können – nur spricht darüber kaum jemand. Mit der immer penibleren Mülltrennung hierzulande geht eine kaum diskutierte enorme Zunahme von digitalem Sondermüll einher – während wir Wert darauf legen, jede Kartoffelschale dem Biomüll zuzuführen.
Freie Software und ihre Grenzen
Retten wir also die Welt und beginnen mit dem alten Smartphone, nutzen es einfach zwei Jahre länger und installieren Firefox OS oder Ubuntu Phone OS auf dem veralteten Smartphone, verzichten auf jeden Gedanken an Statussymbole und diesen ganzen Image-Kram, den das Smartphone so transportiert ignorieren wir. Technisch kann das kein Problem sein, schließlich habe ich Windows, Linux etc. schon öfter neu installiert.
Böses Erwachen: Denkste! Du bist nicht Herr über dein eigenes Smartphone und welches Betriebssystem (sogar, welche Version desselben) auf deinem Smartphone läuft, bestimmt der Hersteller des Geräts und nicht die Käuferin. Android ist zwar freie Software, aber das hat die Freiheit dann ganz schnell ein Ende.
Doch, es gibt Wege, das Smartphone zu befreien – zumindest für Android und angeblich auch für Windows Phones. Anleitungen finden sich beispielsweise auf dem medienpädagogischen Dotcom-Blog oder bei Ubuntu selbst.
Kann die Welt erst morgen retten
Ganz ehrlich? Ich habe mehrere Anleitungen angelesen und sehr schnell beschlossen, dass es mir gerade zu kompliziert ist, die Welt zu retten. Und hoffe, dass wachsendes Bewusstein die technsiche Entwicklung beeinflussen wird und es ungefähr nächstes Jahr, wenn mein Samsung Galaxy S2 vielleicht unter neuen Android-Versionen zu stottern beginnt, einfachere Wege zu Ubuntu Phone und Firefox OS gibt. Wenn ich dann tatsächlich reif genug bin, diesen ganzen Image-Kram zu ignorieren…
Zeitungssterben und Informationsbedürfnis
Es ist kaum eine Woche her, dass das Ende der Frankfurter Rundschau gemeldet wurde. Morgen tagt der Aufsichtsrat von Gruner & Jahr und es gilt als wahrscheinlich, dass die Financial Times Deutschland ebenfalls eingestellt wird.
Schuld an dieser Krise der Zeitungen ist, so heißt es immer wieder, das Internet. Das ist Blödsinn. Schuld [...]
Zeitungssterben und Informationsbedürfnis
Es ist kaum eine Woche her, dass das Ende der Frankfurter Rundschau gemeldet wurde. Morgen tagt der Aufsichtsrat von Gruner & Jahr und es gilt als wahrscheinlich, dass die Financial Times Deutschland ebenfalls eingestellt wird.
Schuld an dieser Krise der Zeitungen ist, so heißt es immer wieder, das Internet. Das ist Blödsinn. Schuld daran ist der Mensch. Anders gesagt: Die gedruckte Zeitung war lange Zeit das beste Medium um die Nachrichten zu verbreiten, die das Informationsbedürfnis des Menschen befriedigen. Papier war gut, so lange es nichts Besseres gab. Auch Rundfunk und Fernsehen waren schon immer eine harte Konkurrenz für die Printmedien, im Zweifelsfall sind sie schneller und aktueller. Aber Radio Fernsehen waren nicht so praktisch und mobil, sie ermöglichen dem Zuschauer oder Zuhörer eben nicht das Überfliegen, Überblättern, den eigenen Leserhythmus, das Nachlesen, die Lesepause zum Nachdenken und Verarbeiten oder den einfachen Wiedereinstieg genau dort, wo eine aufgehört hat zu lesen.
Das kostenlose Internet ist nicht böse, sondern besser
Die Bedürfnisse des Menschen haben sich in dieser Hinsicht so sehr nicht verändert. Nachrichten haben aktuell zu sein und der Mensch möchte das Recht der Konsum-Redaktion (überfliegen, überspringen, nur am Rande zur Kenntnis nehmen, erneut lesen, verarbeiten) und Selektion (überblättern, übersehen, ungelesen weg- oder verwerfen) in letzter Instanz bei sich wissen. Lange konnte die auf Papier gedruckte Zeitung diese Anforderungen an den Nachrichtenkonsum unter allen Medien am besten erfüllen. Das Internet kann es aber noch besser. Schnell, sekundenschnell aktuell, voller alternativer Angebote, Versionen, Varianten, erweitert um die Perspektiven von Live-Tweets, Videos, Facebook-Einträgen und Blogposts, kann das Internet mitsamt Suchmaschinen und dem Zugang zu Medien weltweit weit mehr als die Zeitung. Das Internet ist ganz einfach die bessere Zeitung. Diese war so lange gut, wie es nichts Besseres gab, um die Nachricht an den Mensch zu bringen.
Auch der Wunsch der Leser/innen, möglichst viel Information und Service für möglichst wenig Geld zu bekommen, ist wesentlich älter als das Internet.
Die Macher von Printmedien haben sich zu lange mit der Frage “Warum wollen Menschen keine Zeitung mehr kaufen?” beschäftigt und haben darauf vor allem die frustrierende Antwort gefunden “Weil im Internet alles kostenlos zu haben ist”.
Delikatesse Qualitätsjournalismus
Die Frage muss anders lauten: “Warum sollten informationshungrige Menschen für journalistische Produkte, egal mit welchem Endgerät oder auf welchem Trägermedium sie konsumiert werden, bezahlen?” Die Antworten darauf müssen all das benennen, was Journalismus und Medien zusätzlich zu dem bieten können, was kostenlose digitale News und Apps bieten. Recherche, Analyse und Urteilsfähigkeit werden als Kernkompetenzen von Qualitätsjournalismus in diesen Antworten vorkommen, aber sie alleine reichen nicht aus. Qualitätsjournalismus wird als Feinkostladen unter Informationssupermärkten zwar überleben. Wer mit Nachrichten und Journalismus großes Geld verdienen will, wird jedoch Tools und Apps und Algorithmen entwickeln müssen, die sehr genau entlang der Wünsche und Bedürfnisse der User entwickelt werden. Die klassischen Medienkonzerne haben hier die Nase absolut nicht vorn.
Wollen wir wetten, wann Google, Apple oder Facebook mit Yahoo im Schlepptau die ersten klassischen Medienkonzerne aufkaufen?
Mechanische Haushaltreinigung und Digitale Dock-Adapter
Einst waren Besenstiele und Schrubberstiele mit einem Gewinde ausgestattet und Besen- und Wischaufsätze aller Fabrikate konnten beliebig aufgeschraubt werden. Wir haben in unserem Haushalt einen solchen Schrubberstiel und feudeln die Böden unserer Wohnung mit einem Gewinde-Wischmopp-Aufsatz. Lange Zeit stellte das kein Problem dar. In jedem Drogerie-Markt gab es neben den [...]
Mechanische Haushaltreinigung und Digitale Dock-Adapter
Einst waren Besenstiele und Schrubberstiele mit einem Gewinde ausgestattet und Besen- und Wischaufsätze aller Fabrikate konnten beliebig aufgeschraubt werden. Wir haben in unserem Haushalt einen solchen Schrubberstiel und feudeln die Böden unserer Wohnung mit einem Gewinde-Wischmopp-Aufsatz. Lange Zeit stellte das kein Problem dar. In jedem Drogerie-Markt gab es neben den (teureren) Wischmopp-Aufsätzen des Marktführers Vileda, die mit einem nur für seine hauseigenen Schrubberstile und Aufsätze passenden Stecksystem ausgestattet sind, auch günstige Gewinde-Wischmopp-Aufsätze von No-Name-Marken zu kaufen.
Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein und Viledas Marktbeherrschung ist nun so umfassend, dass ich neulich in den Filialen drei verschiedener Drogeriemarktketten keine Gewinde-Wischmöppe mehr finden konnte, sondern nur noch solche mit Vileda-eigener Steckverbindung. Das heißt, in Deutschland kann jetzt nur noch mit Vileda-Besenstiel und Vileda-Steckaufsatz gefeudelt werden, zumal Vileda natürlich ein Patent auf seinen Stecksystem hat und es davon keine günstigen No-Name-Nachbauten gibt.
Vom proprietären Wischmopp-Stecker zum iPhone5-Dock-Adapter
Wir konnten einer Umstellung auf dieses monopolorienterte Stecksystem einen Urlaubsimport von Wischmoppaufsätzen aus Spanien entgehen, wo der Schraubaufsatz nach wie vor zum Standard gehört. Die Firma Vileda – “wir sind Marktführer in der mechanischen Haushaltsreinigung” ist übrigens in Weinheim am Rande des Odenwalds in Baden Württemberg angesiedelt und in den letzten Jahren zum internationalen Konzern gewachsen. Nach wie vor ist Vileda familiengeführt, Inhaberin ist seit über 150 Jahren die Familie Freudenberger.
Wäre Vileda ein Computer-Hersteller, würde man von einem proprietären System im Gegensatz zu unserem OpenSource-Schraubmopp sprechen. Wie man damit viel Entrüstung ernten und noch mehr Geld verdienen kann, führt Apple gerade mustergültig vor. Das neue iPhone 5 ist mit einer neuen Steckerbuchse für Ladegerät und alle Kabel, das das iPhone5 mit anderen Geräten (Docking Station, Rechner, USB etc.) verbindet, ausgestattet. Das neue Stecksystem hat Vorteile für die Kundin – der Stecker ist kleiner, robuster, bedienungssicherer, denn er hat kein Oben und Unten. Eine hübsche kleine Aufmerksamkeit für Menschen im Lesebrillenalter. Für iPhone 5-Besitzer/innen, die bereits mehrere Ladegeräte, eine Autoladegerät, ein USB-Kabel usw. besitzen für ein iPhone 4, ist das neue System vor allem teuer. Sie müssen sich mindestens einen altes/neues-Stecksystem-Adapter für 29 Euro zulegen.
Image-Marktführer Apple
Muss man sich darüber entrüsten? Man kann. Muss man aber nicht. Zumal die Entrüstung nichts ändert und Apple durch die neue Buchse kaum Kunden verlieren wird.
Der Adapter-Stecker ist niemals 29 Euro wert? Der Adapter-Stecker ist so viel wert, wie die Kund/innen bereit sind dafür zu zahlen. Ob sie dabei mit den Zähnen knirschen, ist völlig irrelevant. Am Ende wird die neue Buchse wahrscheinlich noch nicht einmal Apples Ruf schaden, sondern das Image als Unternehmen, das vor Innovationen auch dann nicht zurückschreckt, wenn sie schmerzen, stärken. Apple war das erste Unternehmen, das schon Ende der 90er Jahre mit dem ersten iMac ganz auf Diskettenlaufwerke verzichtet hat und später beim MacBook Air ohne visuelles Laufwerk und mit reduzierten Steckplätzen einfach auf die zunehmende Netzabdeckung setzte. Und Recht behielt.
Denn hier ist Apple wirklich genial – während der Microsoft-Konzern, der in den 90er Jahren eine ähnliche unangreifbare Marktführerposition innehatte wie Apple, für die fehlende Kompatibiliät seiner Software mit anderen Systemen immer gehasst wurde, wird Apple für seine Exklusivität geliebt. Die 29 Euro sind schnell verschmerzt, der Ärger vergessen. Technik können andere auch, Image kann Apple einfach am besten.
0der: Als ich einmal mit einem mobilen Bahnticket reiste
Ärger mit den eigenen technischen Geräten zu haben, ist unerfreulich. Wenn sich dazu aber noch ein Dienstleistungsunternehmen addiert, das gegenüber den eigenen Mitarbeitern in Sachen Vermittlung der technischen Angebote für Kunden enorme Defizite hat, wird die Sache richtig unangenehm. Hier ein Dialog, wie er tagtäglich auf [...]
0der: Als ich einmal mit einem mobilen Bahnticket reiste
Ärger mit den eigenen technischen Geräten zu haben, ist unerfreulich. Wenn sich dazu aber noch ein Dienstleistungsunternehmen addiert, das gegenüber den eigenen Mitarbeitern in Sachen Vermittlung der technischen Angebote für Kunden enorme Defizite hat, wird die Sache richtig unangenehm. Hier ein Dialog, wie er tagtäglich auf Zugfahrten mit der Bahn statt findet. Und als Service für die Abteilung Mitarbeiterschulung der Bahn noch ein Dialog, wie er bei gleicher Ausgangssituation stattfinden könnte.
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Eine echte Innovation im Bereich des touristischen Online-Services stellt der interaktive Stadtplan dar, mit dem jeder per Smartphone auf eigene Faust die Stadt erkunden kann.
(gefunden bei business-on.de unter dem Stichwort Für Düsseldorf-Touristen)
Holla! Auf eigene Faust! Das Smarphone macht’s möglich! Na, das sind Aussichten! Augmented Reality! Das gab’s noch nie! Und dann auch noch Düsseldorf!
Eine echte Innovation im Bereich des touristischen Online-Services stellt der interaktive Stadtplan dar, mit dem jeder per Smartphone auf eigene Faust die Stadt erkunden kann.
(gefunden bei business-on.de unter dem Stichwort Für Düsseldorf-Touristen)
Holla! Auf eigene Faust! Das Smarphone macht’s möglich! Na, das sind Aussichten! Augmented Reality! Das gab’s noch nie! Und dann auch noch Düsseldorf!
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Ich verstehe die Aufregung nicht. Apple speichert Bewegungsdaten von iPhone-Nutzern, so stellte sich vor wenigen Tagen heraus, der Süddeutschen Zeitung war das sogar den Ostersamstäglichen Aufmacher (Print) wert. Und prompt stellte sich heraus: Auch Google speichert die Bewegungsdaten von Android-Nutzern. Hätte irgendjemand [...]
Ich verstehe die Aufregung nicht. Apple speichert Bewegungsdaten von iPhone-Nutzern, so stellte sich vor wenigen Tagen heraus, der Süddeutschen Zeitung war das sogar den Ostersamstäglichen Aufmacher (Print) wert. Und prompt stellte sich heraus: Auch Google speichert die Bewegungsdaten von Android-Nutzern. Hätte irgendjemand ernsthaft etwas anderes vermutet?
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In den letzten Tagen habe ich mehrere Seminare und Vorträge zum Thema Social Media Newsrooms, Social Media Releases und Social Media Roadmaps gehalten und vorbereitet. Mein Lieblingsbeispiel für eine richtig gute Online-Inszenierung, tolle Ideen, eine gute Abwägung von Humor und Engagement ist der WWF. Wer eine App sucht, die richtig Sinn macht und wer nach [...]
In den letzten Tagen habe ich mehrere Seminare und Vorträge zum Thema Social Media Newsrooms, Social Media Releases und Social Media Roadmaps gehalten und vorbereitet. Mein Lieblingsbeispiel für eine richtig gute Online-Inszenierung, tolle Ideen, eine gute Abwägung von Humor und Engagement ist der WWF. Wer eine App sucht, die richtig Sinn macht und wer nach richtig guten Shopping-Apps sucht: Der Einkaufsratgeber für Fisch ist praktisch, ökologisch sinnvoll und sehr gut umgesetzt (für iPhone und Android)
Außerdem bietet der WWF einen sehr guten Newsroom, dem es gelingt, Blogosphäre und klassische Medien gleichermaßen anzusprechen – übersichtlich, lebendig, sachlich, umfassend.
Heute morgen an der FU Berlin ergab übrigens ein Stimmungsbild von 17 Student/innen, dass die wenigsten bisher aus den Social Media Kaufimpulse erhalten haben. Viel stärker sind die durch die SM vermittelten Handlungsimpulse, die z.B. zum Besuch einer Veranstaltung führen. Zumal die meisten bei Facebook in der Hauptsache ihre privaten Kontakte pflegen und Unternehmen aus ihrem Account fern halten. Unternehmen werden eher via Twitter konsultiert. Klar, ein kleiner Ausschnitt von 17 Student/innen der Literaturwissenschaft – aber eine klare Absage an jene, die in Facebook die Zukunft des Marketing sehen. Social Media Engagement sollte die Schwerpunkte nach wie vor nicht beim Produktverkauf setzen. Pflege des Markenimage, Gradmesser für die Kund/innenzufriedenheit, Verstehen von Trends und Meinungen und Diskussionen – Monitoring statt Marketing.
Gestern veröffentlichte das Bundesamt für Statistik, dessen Website allemal immer einen Besuch wert ist – wo sonst würde man erfahren, dass morgen der erste Weltstatistiktag ist – , die Zahlen zum Energieverbrauch der privaten Haushalte in Deutschland. Demnach ist z.B. der [...]
Gestern veröffentlichte das Bundesamt für Statistik, dessen Website allemal immer einen Besuch wert ist – wo sonst würde man erfahren, dass morgen der erste Weltstatistiktag ist – , die Zahlen zum Energieverbrauch der privaten Haushalte in Deutschland. Demnach ist z.B. der Energieverbrauch für Raumwärme seit 2005 um fast 9% gesunken und zum ersten Mal seit dem Ende des 2. Weltkriegs gibt es einen Rückgang des Gesamtenergieverbrauchs gegenüber dem Vorjahr. Offensichtlich zeigen sich nun erste Erfolge von besseren Wärmedämmungen und ökonomischerem Heizverhalten.
Gestiegen sind 2009 im Vergleich zu 2005 lediglich zwei Posten: Der Energieverbrauch für Bügeln, Kochen, Trocknen (4,3%) sowie der für Haushaltsgeräte inklusive Kommunikation, der um satte 6% anstieg. Gleichzeitig ging der Verbrauch für Beleuchtung um fast 7% zurück. Die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands sitzen demnach mit frisch gebügelter Hose aus dem Wäschetrockner mit einem selbstgekochten warmen Mahl in kühlen Räumen und surfen dort oder schauen auf einem großen LED/LCD/HDTV/Blacklight/DVB-T/C-Fernseher fern. Erstaunlich, dass Waschen und Trocknen demnach in unterschiedlichen Kategorien auftaucht. Die Waschmaschine ist den Haushaltgeräten inklusive Kommunikation zugeschlagen, der Trockner taucht bei Bügeleisen und Herd auf – ich suche nach dem Sinn der Systematik, vermag ihn aber nicht zu finden.
Und ich frage mich, woher das statistische Bundesamt eigentlich weiß, wofür ich meinen Strom nutze. Gibts in den Steckdosen auch schon Cookies? Ist Google, während wir noch über Google Streetview diskutieren, schon längst von der Straße in die Haushalte eingedrungen? Säuselt mir Google, wenn ich mein Bügeleisen einstecke, bald ins Ohr, welche Reinigung um die Ecke meine Hemden noch besser bügelt oder welches Bügelgerät mich noch glücklicher bügeln ließe? PlugInAds statt Adwords, die Zukunft der Kommunikation – kein schlechter Slogan für post web2.0 marketing, oder?
Ganz ehrlich? Nach drei Tagen Buchmesse, an denen ich mir vor allem Entwicklungen im Bereich E-Book, iBook, mobile Anwendungen, Lern-Technologie und Smart-Learning-Produkte angeschaut habe, bin ich reichlich ernüchtert bis enttäuscht. Gut, das iPad ist hübsch, das wussten wir schon länger, und immer mehr Verlage machen nun Apps aus ihren Büchern, die dann auf iPhone und [...]
Ganz ehrlich? Nach drei Tagen Buchmesse, an denen ich mir vor allem Entwicklungen im Bereich E-Book, iBook, mobile Anwendungen, Lern-Technologie und Smart-Learning-Produkte angeschaut habe, bin ich reichlich ernüchtert bis enttäuscht. Gut, das iPad ist hübsch, das wussten wir schon länger, und immer mehr Verlage machen nun Apps aus ihren Büchern, die dann auf iPhone und iPad und iPod zu lesen sind. Aber insgesamt scheint es sich mehr um Format-Konvertierungen denn um wirklich innovative Produkte zu handeln. Versionen von E-Books für ein etwas anderes Betriebssystem. Was das mobile Internet und was Smartphones für Lesen und Lernen wirklich tatsächlich bedeuten könnte, scheint in der Branche noch kaum angekommen zu sein. Am besten habe ich mich eigentlich am Nintendo-Stand amüsiert, wo ich mit Herzenslust gespielt habe (was ich sonst – Ehrenwort – nie mache). Und dem Haufe Verlag habe ich vorgeschlagen, statt der nun als App erhältlichen Nachschlagewerke, die mir der freundliche Herr stolz präsentierte, doch z.B. ein iPhone-Lexware zu entwickeln, mit dem beispielsweise Restaurant- und Einkaufsquittungen gleich vor Ort per Foto eingescannt und in die Buchhaltungssoftware eingetragen werden – wobei die neuen Kreditoren gleich im Programm angelegt werden könnten. Das wäre doch ein guter Ansatz für Ambiant Software, die wirklich mobil funktioniert…
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Mai10Fr2013all-day Facebook Marketing und Online-Reputation für Selbstständige und kleine Unternehmen @ Online-LernplattformFacebook Marketing und Online-Re… @ Online-LernplattformMai 10 – Jun 6 all-day4wöchiges E-Learning Seminar Facebook ist das größte Social Network der Welt, es ist das Social Network überhaupt. Erfolgreiches Marketing für breite Zielgruppen kann nur mit [...]Mai31Fr2013all-day Blogs und Websites mit WordPress – Workshop der BücherFrauen E-Akademie @ Online-LernplattformBlogs und Websites mit WordPress… @ Online-LernplattformMai 31 – Jul 3 all-day5wöchiger E-Learning-Workshop rund um Websites und Blogs mit WordPress Wer etwas zu sagen hat, sagt es heute online – z.B. in einem Blog. Und [...]die webagentin twittert
Das Taiwan-Projekt
Während meines Aufenthaltes in Taiwan im Frühjahr/Sommer 2012 habe ich Eindrücke, Erlebnisse, Beobachtungen von Taipei und meiner Reise durch Taiwan beschrieben. Die Texte sind nach Elementen der Taiji-Form betitelt und hier in meinem Blog veröffentlicht

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