Monatsarchiv für März 2010

Facebook zeigt, was Greenwashing ist – Klimakiller Social Media

Geschrieben von am 31. März 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Das mit den Guten und mit den Bösen ist nicht so einfach. Oder sollte das Thema besser lauten: Wer ist böser – Facebook oder Google? Google baut seine Rechenzentren seit geraumer Zeit schon an Orten, die leicht mit erneuerbaren Energien versorgt werden können, z.B. in der Nähe von Wasserfällen. Hier scheint es eine nachhaltige Planung zu geben. Facebook hingegen plant gerade ein neues Rechenzentrum in Prineville, Oregon. Stromversorger soll das Unternehmen PacifiCorp werden, das seinen Strom vor allem in klimaschädlichen Kohlekraftwerken produziert. An die Öffentlichkeit geht Facebook aber mit der Ankündigung, man werde in dem neuen Rechenzentrum eine energiesparende und somit umweltschonende Frischluftkühlung nutzen, die auch von Greenpeace zuvor in anderem Kontext positiv bewertet wurde. Kann es ein besseres Beispiel für Greenwashing geben?

Ob erneuerbare Energien bei Google oder Kohlestaub und CO2 bei Facebook – Tatsache ist, dass Cloud Computing und Social Media echte Stromfresser sind. Und der wichtigste Klima- und vor allem auch Naturschutz liegt im Einsparen von Energie. Und ein Online-Mausklick verbraucht bei weitem nicht nur die Energie, die er am eigenen Arbeitsplatz benötigt. Ein Mausklick setzt online eine ganze Kette von Aktionen in Gang, die allesamt Strom verbrauchen. Man vergisst das gerne, insbesondere wenn man wireless und mit Akku unterwegs und/oder mobil surft. Als webagentinnen sind wir ratlos – wir lieben das Netz und leben davon. Zum Arbeitsplatz aber fahren wir immer mit dem Fahrrad.

Mehr zum Klimakiller Social Media

Trekker fahren

Geschrieben von am 12. März 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Wer nicht spielt, kriegt nichts mit.

Während ich den Kopf noch schüttle über das Phänomen der 80.000.000 Farmville-Spieler/innen auf Facebook und mich die Facebook-Freund/innen, die dem Spiel offensichtlich täglich verfallen sind, mal faszinieren und mal nerven, gibt es tatsächlich noch viel mehr Menschen, auf die die der landwirtschaftlichen Alltag eine große Anziehungskraft hat. Eines der beliebtesten Computerspiele unter den Serious Games ist ein Spiel mit dem klingenden Namen Landwirtschafts-Simulator. Anders als bei Farmville geht es hier darum, den Arbeitsalltag in der Landwirtschaft möglichst realistisch zu simulieren. Eine Kostprobe per Werbevideo der Firma astragon:

Simulatorenspiele erfreuen sich insgesamt großer Beliebtheit und gelten, wie z.B. der Landwirtschafts-Similator, der für den diesjährigen Serious Games Award nominiert wurde (dann aber leer ausging), als pädagogisch wertvoll. Eltern, so heißt es, unterstützen ihre Kinder gerne, wenn sie für Spiele wie den Landwirtschafts-Simulator Interesse zeigen. Denn Simulatoren-Spiele verherrlichen keine Gewalt und vermitteln ein realistisches Weltbild . Wenns wirklich hilft…

die webagentin staunt. Und geht fürs realistische Weltbild weiterhin vor die Tür.

Den Goldenen Award der Serious Games hat dann im Übrigen, wie heute bekannt wurde, das Spiel zur gleichnamigen Fernsehserie Willi wills wissen. Bei den Wikingern erhalten. Das Spiel fördere das selbstständige Lernen und führe spielerisch in die Geschichte der Wikinger ein. Für dann, wenn die Ernte eingefahren ist.

Fachkongress zum E-Business

Geschrieben von am 3. März 2010 | Abgelegt unter Aktuell

Die Twitterwall zum Seminar:



Von 10.04. – 11.04.2010 findet im Mediacampus Frankfurt/Schulen des Deutschen Buchhandels ein Fachkongress statt mit dem Thema

Die Zukunft beginnt jetzt! – E-Business, Digital Content & Social Media in der Buchbranche

Wie sieht die Buchbranche von morgen aus? Auf welchen Wegen lässt sich das Internet optimal nutzen?

An zwei Tagen soll der Frage nachgegangen werden, wie Verlage und Buchhandlungen die Herausforderungen der Digitalisierung meistern. In Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops werden Themen wie Nutzen von E-Content, Internetauftritt für Buchhandlungen, rechtliche Fragen im Schatten von Web 2.0. oder Geschäftsmodelle durch Social-Media-Foren aufgegriffen.

Im Rahmen des Kongresses wird die webagentin in Kooperation mit Susanne Martin/Schillerbuchhandlung einen Workshop anbieten:

Web 2.0 und Social-Media-Konzepte für Buchhandlungen

Das Internet hat die Welt und das Verbraucherverhalten nachhaltig verändert und es entwickelt sich ständig weiter. Kaum verfügen die meisten kleinen und mittleren Buchhandlungen über einen eigenen Webauftritt, gibt es neue Herausforderungen: Web 2.0 und Social Media. Gerade für Buchhandlungen kann Web 2.0 eine Chance sein. Hier kann Spaß an Büchern und Literatur vermittelt werden, wenn man die richtigen Werkzeuge kennt. Der Workshop ist eine praxisorientierte Einladung ins Web 2.0 und die Social‐ Media‐Foren. Es soll Lust auf die vielfältigen Kommunikationstools machen.

Weitere Informationen zum Kongress und das gesamte Programm finden Sie hier.

Wir freuen uns auf zwei spannende Tage.

CeBIT: PC ade – und app ins mobile Netz!

Geschrieben von am 2. März 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Was ich vor anderthalb Jahren in Seminaren noch als Zukunftsmusik und unter dem Begriff Augmented Realities vorstellte, wird langsam aber sicher Wirklichkeit. Google hat es als neues Konzernmotto ausgerufen, Mobile First, und es ist der wichtigste Trend, der für die diesjährige CeBIT ausgemacht wird. Der PC, das Gerät auf dem Schreibtisch und auch das Laptop als Gerät, das auf jedem Schreibtisch aufgebaut werden kann, haben ihren Zenit überschritten.
Die Zukunft gehört den mobilen Endgeräten, den iPhones, den Androids und Consorten. Der PC wird wieder zu dem, was er zu Beginn seines Siegeszugs durch die Büros vor allem war: eine bessere Schreibmaschine.
Technische Neuentwicklungen, neue Kommunikations- und Publikationsformen werden vor allem für die mobilen Endgeräte stattfinden. Nerds werden wieder Frischluftkontakt bekommen und womöglich das Leben als Lieblings-App und als ziemlich abgefahrene Augmented Reality entdecken. Ob der Nachfolge-Trend von Crowdsourcing dann Crowdliving sein wird? Wenn Schwarmdenken zu intelligenteren Lösungen führt als Einzeldenken, wie Schwarmtheoretiker wie James Surowiecki behaupten und zu belegen glauben, wird Schwarmleben dann intelligentere oder auch nachhaltigere Lebensformen hervorbringen? Wär schon toll … und ein Argument für die webagentin, das lange gemiedene iPhone nun doch zu erstehen.