Monatsarchiv für Februar 2010

Kiva – be a bank

Geschrieben von am 22. Februar 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Sonstiges, Web

Social Media mal anders

Spenden ist gut. Spenden ist wichtig. Aber Spenden sind keine Lösung für ökonomische Probleme. Auf der Website http://www.kiva.org kann man anstatt zu spenden Kleinstkredite geben. Wenn zum Beispiel Norma aus Peru ihre Meerschweinchenzucht vergrößern möchte und dafür 900 Dollar Kredit benötigt, kann sie mithilfe eines lokalen Partners im Bereich der Kleinkreditvergabe ihr Anliegen bei Kiva posten. Zu dem Kredit können dann alle auf der ganzen Welt in 25-Dollar-Schritten zinsfrei besteuern. In der Projektbeschreibung des Kreditanliegens wird der Zeitraum genannt, in dem das Geld zurück gezahlt wird, in diesem Fall innerhalb von 8 Monaten.

In Niedrigzinszeiten ist das eine hervorragende Alternative zum Sparbuch. Wenn die Zinsen nichtig sind, ist der Effekt einer guten Tat auf jeden Fall mehr wert. Selbst eine personalisierte Alternative zu Großbanken zu sein, steigert das Selbstbewusstsein, die Stimmung und unbedingt auch die Produktivität und Kreativität – Mehrwert in Hülle und Fülle also.

Während ich das schreibe, hat sich das Anliegen von Norma erledigt, der Kredit ist vollständig finanziert. Da die Geldgeber, lender, aus der ganzen Welt kommen, sind die Kredite meist recht schnell zusammen, in diesem Moment könnte man beispielsweise noch Maria, gleichfalls aus Peru, unterstützen. Ihr fehlen noch 300 Dollar, in einer halben Stunde dürfte auch das Geld zusammen gekommen sein.

Und wenn Maria finanziert ist, bleiben genug andere Projekte all over the world, die auf Finazierung warten. Come on, be a good bank.

Einführung Web2.0 und Social Media – Seminar

Geschrieben von am 8. Februar 2010 | Abgelegt unter Termine, Weiterbildung

Twitter, Facebook, Social Media, Web2.0, Bloggen, Posten – Sie haben von alledem schon einmal gehört, einiges davon schon gesehen und manches selbst ausprobiert. Sie wissen, dass auf die Dauer kein Berufsweg am Web2.0 vorbeiführt. Dennoch sind Sie dort kaum aktiv und wenn doch, stoßen Sie auf Wissenslücken und haben viele Fragen, wissen aber nicht, wem Sie diese stellen sollen? Dann haben wir das richtige Seminar für Sie: Am 3. und 4. März bietet die webagentin ein Seminar an, das eine ausführliche Einführung in die Welt des Web2.0 gibt und die technischen Grundlagen für die wichtigsten Tool praktisch vermittelt.

Inhalte

Wir möchten die zwei Tage optimal nutzen, viele Tools vorstellen und praktisch einsetzen und Platz für Fragen der Teilnehmer/innen bieten. Daher erhalten alle Teilnehmer/innen nach der verbindlichen Anmeldung ein ausführliches und kurzweiliges Einführungsskript mit vielen Beispielen und Links zu den wichtigsten Web2.0-Entwicklungen und -Tools. So starten alle mit dem gleichen Basiswissen in die zwei Tage Workshop.

Die beiden Seminartage sind vor allem der technischen Umsetzung gewidmet:

  • Blogs: Blogs einrichten, Blogs an den eigenen Bedarf anpassen, Artikel, Seiten, Kommentare, Videos, Audio-Dateien etc. einbinden und/oder verlinken
  • Twitter: vom Tweet zum Retweet zur Replay, Listen, Tagging etc. – und was bringt es?
  • Facebook und Co.: Wie funktioniert Viralität über Social Networks: Profile und Fanseiten bei Facebook
  • Web2.0-Monitoring: Wie erfahre ich schnell und zuverlässig, was zu meinen Themen (zu meiner Person) in Twitter, auf Social Networks und in Blogs geschrieben wird? Kostenfreie und kostenpflichtige Werkzeuge des Social Media Monitoring
  • Organisation und Überblick in der eigenen Web2.0-Welt: Persönliche Google-Startseite oder Netvibes-Arbeitsplatz einrichten und andere Tools

Kosten

Das Seminar kostet für zwei Tage à 6 Stunden Workshop inklusive aller Seminarunterlagen 520 Euro inklusive MwSt.. Ermäßigung für Selbstzahlerinnen ist auf Anfrage möglich.

Die maximale Teilnehmerinnenzahl betragt 5 Teilnehmer/innen. Eine Teilnahme mit eigenem Laptop ist möglich.

Anmeldung

Melden Sie sich mit unserem Online-Formular an.

Weitere Fragen beantworten wir gerne: post/an/diewebagentin.de oder 030/33027540

Facebook wird heute 6

Geschrieben von am 5. Februar 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Facebook feiert heute auf den Tag genau seinen 6. Geburtstag. Wir gratulieren, weil wir gar nicht anders können. Facebook ist das Social Network der Superlative und mit weltweit 400 Millionen Usern das drittgrößte Land der Welt. In den USA nutzen 100 Millionen Menschen das Netzwerk, das ist ein Drittel der Bevölkerung. Im deutschsprachigen Raum sind es etwa 7 Millionen – da ist noch Luft nach oben. Und es scheint, als würde das Social Network lange absolut geglaubte Internet-Wahrheiten widerlegen. Beispielsweise: Es gibt einen Digitalen Gender Gap – Frauen sind im Internet lange nicht so präsent wie Männer. Frauen sind zumindest in den westlichen Ländern (ok, in der Schweiz sind es 51% Männer) die Mehrzahl der Facebooker. Oder: Private Social Networks sind für die Zielgruppe unter 35 interessant, darüber dünnen die Userzahlen sehr schnell aus. Zumindest in den USA sind gut 1/3 der Facebook-User älter als 35. Der Anteil dieser Nutzer/innengruppe wächst und das nicht nur aus Gründen demographischer Zwangsläufigkeit, d.h. weil wir alle älter werden.

Im letzten Jahr wuchsen die Userzahlen in Deutschland um 360% auf 6 Millionen, womit Facebook knapp hinter China die 15.größte Facebook-Republik ist. Indonesien steht in dieser Statistik im Übrigen an vierter Stelle mit etwa 15 Millionen, was ein Wachstum von über 1500% bedeutet. Die beliebtesten Facebook-Seiten sind Seiten von bzw. über Michael Jackson, Vin Diesel und Barack Obama. Nutella belegt immerhin den 25. Platz.

Ausgestiegen.com und einige Unkenrufer, die z.B. in der Wochenzeitung Die Zeit zu lesen waren, sehen Facebook den Zenit überschreiten und an Bedeutung verlieren. Ha ha ha. Wenn ich wetten dürfte: Die Bedeutung, die Facebook in Zukunft haben wird, können wir noch gar nicht ausloten. Vielleicht kann man das Netzwerk in mancher Hinsicht mit der BILDzeitung vergleichen, die wir natürlich nicht lesen, die aber dennoch omnipräsente Meinungsmacherin ist. Die Facebook-User in Deutschland sind übrigens fast doppelt so viele wie die BILD-Leser/innen. Und die Zahl der BILD-Leser/innen sinkt ungefähr (das ist eine These) proportional zur Zunahme der Facebook-User. Was dann schon fast exponential ist.