Monatsarchiv für Januar 2010

Fortbildung: Publikation und PR im Web2.0

Geschrieben von am 30. Januar 2010 | Abgelegt unter Termine

Am 15. März startet zum zweiten Mal die Fortbildung “Publikation und PR im Web.20″. Diese dreimonatige Fortbildung bietet Frauen aus den Berufsfeldern der wissenschaftlichen und journalistischen Publikation, Projektorganisation oder Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation die Möglichkeit, ihre bisherigen beruflichen Qualifikationen um aktuelles Know-how in den Bereichen Online-PR, Kommunikation und -Redaktion zu ergänzen und so neue Berufsfelder zu erschließen.

Der Hintergrund

Die Berufsbilder Public Relations, Journalismus und Unternehmenskommunikation sind seit Jahren großen Veränderungen unterworfen. Denn das WWW ist schon lange nicht mehr nur die digitale Zweigstelle klassischer Printmedien. Es ist für immer mehr Menschen eine wichtige Schnittstelle im beruflichen und privaten Leben und taugt gleichermaßen zur Veröffentlichung wie zur Kommunikation und Unterhaltung.
Publizieren ist kein Privileg Weniger mehr. Jeder kann an innerhalb von Sekunden und ohne finanziellen Aufwand mit Web2.0 seine Gedanken, Meinungen und Enthüllungen der ganzen Welt unterbreiten. Unternehmen, Unternehmensmitarbeiter und Privatmenschen treffen in den Social Media wie Facebook oder Twitter so nah aufeinander wie selten im Offline-Leben.

Diese Veränderungen erfordern in beinahe allen höher qualifizierten Berufen, besonders aber in den Berufsfeldern von Public Relations und Publikation ständig neues Know-how und neue Soft Skills. Neben einem Überblick über die Entwicklungen im Online-Bereich und technischen Fertigkeiten ist in diesen Berufsfeldern vor allem die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen gefragt.

Die Fortbildung

“Publikation und PR im Web2.0″ vermittelt Ihnen technisches Know-how und aktuelles PR-Wissen ebenso wie Motivations- und Lerntechniken. Denn wer heute in PR, Publikationswesen oder z.B. auch Projektorganisation arbeitet, muss sich permanent neuen Entwicklungen stellen und Neues lernen.

Sie lernen in dieser Fortbildung die technischen Hintergründe von Websites und Social Media kennen und erarbeiten Konzepte für deren Einsatz in der Kommunikation von Unternehmen und Organisationen. Sie beschäftigen sich mit den Besonderheiten von Texten für diverse WWW-Formaten, schauen sich das Redaktionssystem Typo3 im Backoffice an, installieren ihren eigenen Blog und loten die PR-Möglichkeiten von Twitter und Co. aus. Da diese Kommunikationsformen auch neue Regeln für den sozialen Umgang erfordern, verfolgen Sie die Diskussion über eine Social Etiquette und leiten daraus sinnvolle Regeln z.B. für die Online-Teamarbeit ab.

Ihre Zukunft

Allein in den drei Monaten der Fortbildung werden sich in der Online-Welt neue Entwicklungen ergeben, es werden neue Schlagworte diskutiert werden. Sie lernen daher auch, wie Sie sich vor dem Frust schützen, täglich von neuen Techniken und Tools überholt zu werden und wie Sie sich die Lust aufs Lernen bewahren.

So erschließen Sie sich neue Berufsfelder im Bereich Online-Kommunikation und Online-Redaktion – denn meist erproben Unternehmen gerade erst den Umgang mit Social Media und benötigen dringend qualifiziertes Personal. Oder Sie erarbeiten sich in der Fortbildung neue Zusatzqualifikationen, die Ihre Chancen in Ihrem bisherigen Tätigkeitsfeld erhöhen bzw. bereiten sich auf eine selbstständige Tätigkeit vor.

Diese unterschiedlichen Perspektiven erfordern individuelle Lernpläne. “Publikation und PR im Web2.0″ bietet daher neben festen Unterrichtszeiten viel Zeit für Selbstorganisiertes Lernen und eine individuelle Vertiefung von Inhalten. Ca. 40% der Unterrichtszeit wird Ihnen dafür zur Verfügung stehen.

Die wichtigsten Themen der Fortbildung

  • Online-PR und Marketing in Theorie und Praxis
  • E-Kommunikation am Arbeitsplatz, von der Netikette bis zu Versand und Download von Pressemappen
  • Profilentwicklung, Softskills und Bewerbungstraining
  • Newsletter-Marketing, SMS-Marketing und RSS/Atom-Feed
  • Websites von Unternehmen und Institutionen
  • E-Business, Social Business und Suchmaschinenmarketing
  • Web2.0-Tools in PR und Marketing
  • Mobile Internetwelten
  • Social Media und Virales Marketing: Google, Twitter, Facebook, Youtube und C

Maßnahme-Nr. bei der Agentur für Arbeit/Jobcenter: 692-7370-09

Voraussetzungen

Souveräner Umgang mit einem Betriebssystem, Textverarbeitung, E-Mail und Internet.

Watchmi – mit Springer nie wieder TV-leiden

Geschrieben von am 27. Januar 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Sonstiges

Während alle auf den neuen Apple-Tablet warten, freuen wir uns schon jetzt über ein anderes Produkt. Axel Springer gab heute den Online-Release der Personal-TV-Plattform watchmi.tv bekannt. watchmi läuft auf Rechnern mit TV-Karte und Windows Media Center (und nur mit Windows, also ersteinmal keine Adresse für die neuen Tablet-User). Watchmi ist nicht nur ein Videorekorder für den Computer, sondern auch noch intelligent. Er erkennt entsprechend des selbstdefierten Profils und den Vorlieben, die sich aus bereits aufgenommenen Sendungen ergeben, selbstständig die Vorlieben des Users und nimmt auf, was interessant sein könnte. So wird jedem, ganz ohne PayTV ein individuelles TV-Programm zusammengestellt – auch den Zuschauer/innen öffentlich-rechtlicher Kanäle. Das ist das Ende schlechter Fernsehprogramme.

Für User ist die Nutzung kostenlos, die Finanzierung erfolgt über Werbung – denn durch die Analyse der TV-Vorlieben der Nutzer/innen entstehen auch wunderbare Profil-Daten für Werber. Na also, geht doch. So hätte Google es auch gemacht. Während sich deutsche Zeitungsverleger noch über Google beschweren, eine Offenlegung der Suchalgorithmen der Suchmaschine und eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen, die in Kontext mit Suchergebnissen aus ihren Websites stehen könnten fordern, sind sie im Hintergrund schon viel klüger. Von Google lernen, heißt siegen lernen.

Google und andere Böse – Web-Exhibitionismus oder Big Brother?

Geschrieben von am 20. Januar 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Narzissmus

Wenn ich mich nackt auf eine Bühne stelle und den Zuschauern oder den Passanten, die zufällig vorbeiflanieren, per Mikrophon und Lautsprecher intimste Details aus meinem Leben erzähle, kommt vielleicht die Polizei und nimmt mich fest wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Bestimmt aber wird nicht der Datenschutz vorbeikommen und die Event-Agentur, die Bühne, Mikrophon und Lautsprecher aufgestellt hat, anprangern, weil sie es ermöglichen, dass ich mich so nackt vor aller Öffentlichkeit zeige.

Datenkraken

Wenn ich in meinem Schlafzimmer mein Intimleben auslebe und ohne mein Wissen wurde mein Schlafzimmer verwanzt und alles, was dort zu hören ist, wird mit Lautsprechern auf die Straße übertragen, werden mir hoffentlich Polizei und Datenschutz zur Seite stehen, die Lautsprecherkabel umgehend kappen, der Abhörung ein Ende bereiten und diejenigen, die die Überwachungstechnik bei mir installiert haben, unschädlich machen.

Demokratie

Wenn ich Google meine Mail-Korrespondenz durchsuchen lasse, wenn Facebook mir Freunde suchen darf, wenn ich bei Youtube mein letztes Urlaubsvideo einstelle, wenn ich in meinem Blog meine jüngsten Erlebsnisse jedweder Art erzähle und der Artikel wunderbar gegooglet wird – wovon sprechen wir dann? Von Web-Exhibitionismus oder von den bösen Web2.0-Unternehmen? Obwohl es immer wieder weh tut: Demokratie heißt leider nicht, die Menschheit per Verbot davon abzuhalten sich ins Unglück oder anderen Wahnsinn zu stürzen.

Horizon Report 2010 veröffentlicht

Geschrieben von am 16. Januar 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Der Horizon Report 2010, die jährliche Studie zu Trends und technischen Entwicklungen im E-Learning, ist veröffentlicht und unter http://www.educause.edu/ELI/2010HorizonReport/195400 abrufbar. Die Studie wird von die EDUCAUSE Learning Initiative (ELI) zusammen mit dem New Media Consortium (NMC) erstellt und stellt die folgenden Technologie-Entwicklungen als zukunftsweisend heraus:

Im nächsten Jahr:

  • Mobile Computing
  • Open Content

In den nächsten zwei bis drei Jahren:

  • Electronic Books
  • Simple Augmented Reality

In den nächsten vier bis fünf Jahren:

  • Gesture-based Computing
  • Visual Data Analysis

Lesenswert für alle, die über die Zukunft des Lernens nachdenken.

Bildungsprämie 2010 – Förderung bis 500 Euro

Geschrieben von am 13. Januar 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

2010 gelten neue – extrem verbesserte – Konditionen für die Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Wurden Fortbildungen bisher mit bis zu 154 Euro und max. 50% der Fortbildungskosten gefördert, ist die Summe nun auf 500 Euro erhöht worden. Gefördert werden “Weiterbildungsmaßnahmen, die für die Ausübung der aktuellen oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit relevant sind, die wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt und Kompetenzen erweitern.” Das ist vage genug um sehr viel Spielraum zu lassen. Alle erwerbstätigen Personen, also nicht nur Arbeitnehmer/innen, sondern auch Selbstständige und freiberuflich arbeitende Menschen, können die Bildungsprämie erhalten, insofern ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen 25.600 Euro nicht übersteigt (bei Verheirateten 51.200 Euro).

die webagentin rät: Zugreifen, das ist nachhaltiger und sinnvoller als die Abwrackprämie!

Mehr Infos unter: http://www.bildungspraemie.info/

Leutheusser-Schnarrenberger gigantoman

Geschrieben von am 11. Januar 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Sie ist ganz unbedingt unsere Lieblingsministerin im Kabinett. Das war sie auch früher schon, als sie in der letzten kohlliberalen Koalition als eine der wenigen in ihrer Partei gegen den großen Lauschangriff votierte und daher als Ministerin zurück trat.

Und ist in der neuen Ausgabe des Spiegel (leider nur in der Printversion), in der Google mal wieder Titelthema ist, ein Interview mit ihr, in dem sie Google erstens kritisiert und zweitens rechtliche bzw. gesetzgeberische Schritte ankündigt, um der Google-Gigomanie Einhalt zu gebieten.

Das ehrt Frau Leutheusser-Schnarrenberger und nicht zuletzt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels stellt den Verweis auf das Interview als Top-Meldung auf seine Website. Einige Dienste des Suchmaschinen-Riesen wie Google Street View oder Google Earth, der Grundstücke in hoher Auflösung aus der Vogelperspektive zeigt, seien “rechtlich unbedingt prüfenswert”, so die Ministerin. Und “Mich stört dieses Vorpreschen, diese Gigantomanie, die auch bei der Google- Buchsuche durchscheint”. Mich stört Googles großer Fotoangriff auch, aber ist das realistisch? Zittert Google jetzt? Wird man ein Unternehmen wie Google mit Gesetzen längerfristig tatsächlich davon abhalten können, etwas zu tun, was sie theoretisch tun könnten?

Don’t be naive.