Monatsarchiv für August 2009

Fortbildung »Publikation und PR im Web2.0«

Geschrieben von am 20. August 2009 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

die webagentinnen haben in diesem Sommer eine neue Fortbildung konzipiert. Publikation und PR im Web2.0 findet unter der Trägerschaft des FrauenComputerZentrumBerlin e.V. statt und ist eine 3-monatige Blended Learning Fortbildung für erwerbslose Akademikerinnen mit Erfahrungen in Publikation und/oder PR.

Publikation und PR im Web2.0 orientiert sich stark an neuen Formen des Lernens und soll den Teilnehmerinnen nicht nur aktuelles Know-how vermitteln. Denn die Halbwertszeit von Web-Know-how ist extrem kurz. Wer im Medienbereich arbeitet, muss sich auf lebenslanges Lernen einlassen. Wir haben in unserer Arbeit jedoch die Erfahrung gemacht, dass insbesondere Menschen jenseits der 35 Jahre zu wenig Erfahrung mit berufsbegleitendem Lernen haben und über zu wenig Lern-Taktiken und Tools verfügen, die das Lernen effektiv und erfolgreich gestalten. Denn wirklich Lernen kann nur, wer Lust zum Lernen hat.

Daher sind Lernstrategien und Motivationstechniken neben PR- und technischen Inhalten ein wichtiger Schwerpunkt der Fortbildung. Lernen mit Lust statt Lernen als Last lautet der Grundsatz. Kurze Vorträge von Web2.0-Praktiker/innen, E-Learning, selbstständiges Lernen, Lernen durch Lehren in Gruppen ohne Dozentin, klassischer Frontal-Unterricht und von erfahrenen Coaches moderierte Softskill-Workshops sorgen für Abwechslung.

Diese Vermittlung und Praxis der unterschiedlichen Lernmethoden fördern die langfristige Kompetenz zum selbstorganisierten Lernen. Von der Analyse der eigenen Komptenzen und dem Erkennen von Know-how-Lücken bis hin zur eigenständigen Entwicklung eines Lernplanes via E-Portfolio und Strategien zur Umsetzung verfügen die Teilnehmerinnen am Ende der Fortbildung über das Werkzeug, mit dem sie ihr Know-how langsfristig auf Augenhöhe mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes halten können.

Die Vollzeit-Fortbildung beginnt am 19. Oktober 2009 und endet am 29. Januar 2010. Die Teilnahme via Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ist möglich – nur für Berlinerinnen.

Weitere Informationen finden Sie auf Website des FCZB bzw. als PDF.

Copyright auf 5 Wörter

Geschrieben von am 19. August 2009 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Dem Spiegel zufolge hat die weltgrößte Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ein Papier verfasst, in dem sie ankündigt, dass die Agentur gegen das mannigfache Zitieren, Verlinken und wilde Verbreiten ihrer Nachrichten und Artikel insbesondere in sozialen Netwerken, bei Google, bei Wikipedia und bei Twitter vorgehen möchte. Konkret denkt man bei AP darüber nach, auf alle Zitate ab 5 Wörtern, insbesondere auch das Zitieren von News-Titeln, eine Nutzungsgebühr zu erheben. Gleichzeitig sollen alle von AP verbreiteten News mit einer Art Sender versehen werden, der AP zurückmeldet, wer die News liest, zitiert, kopiert.

Das klingt einerseits absurd, andererseits zeigt es erneut, dass in der Welt des Journalismus und der Publikation seit Web2.0 nichts mehr so ist wie es einmal war. Vor allem wird nichts so bleiben, wie es bisher war. Ein gewisses Unwohlsein ruft bei mir der Eindruck hervor, dass die Ideen und Strategien traditioneller Medien hinsichtlich Web2.0 meist erzkonservativ sind und letztlich auf dem Prinzip von Überwachen und Strafen fußen. Kreative, neue Ideen kommen nur von den Web2.0-Akteuren – die sich dann auch mit weit größerem Erfolg umsetzen als die traditionellen Medien und Medienhäuser die eigenen Kontrollphantasien. Man wird das Web2.0 nicht mit Kontrollmaßnahmen in den Griff bekommen. Tatsächlich ist es höchste Zeit für die klassischen Medien, sich zu Web2.o auch 2.0-Strategien zu überlegen. Sie müssen mit und nicht gegen Web2.0 arbeiten.

Datenmissbrauch leicht gemacht

Geschrieben von am 12. August 2009 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Datenschutz ist eines der großen Themen in der Diskussion über das Web und Web-Kriminalität. Wie einfach es tatsächlich ist, persönliche Adressen samt Kontoverbindung zu erwerben, haben nun einige NDR-Reporter unter Beweis gestellt und ist reichlich beunruhigend. Denn wer über die Kontodaten einer Person verfügt, kann von diesem Konto auch recht einfach Abbuchungen vornehmen. Dies kann von der/vom Konteninhaber/in zwar rückgängig gemacht werden, muss dafür aber erst einmal rechzeitig entdeckt werden.

Das Netz ist voller Haie und Hyänen und auch wenn wir Agentinnen Hysterie in Sachen Datenschutz für unangemessen halten – wer viel im Netz unterwegs ist und dort einkauft, sollte seinen Konto- und Kreditkarten-Stand häufiger kontrollieren und im Zweifelsfalls Bezahlmodelle vorziehen, bei denen eine direkte Angabe von sensiblen Daten nicht erforderlich ist. Und wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte immer eine Vorab-Überweisung in Eigenregie und ohne automatische Verlinkung vom Shop aus allen anderen Zahlungsweisen vorziehen. Auch wenn die Lieferung dann einen Tag länger dauern sollte.