Monatsarchiv für März 2009

Newsletter-Marketing – war E-Mail wirklich gestern?

Geschrieben von am 20. März 2009 | Abgelegt unter Aktuell, Web

E-Mail sei ein Kommunikationstool von gestern, so heißt es, und Newsletter-Marketing so zeitgemäß wie ein Schnur-Telefon. Ich bin davon nicht überzeugt – so lange weite Teile der Bevölkerung ihre digitale Kommunikation in der Hauptsache mit Mails führen und im B2B E-Mails das dominierende Medium sind, bleibt der E-Newsletter im Online-Marketing-Mix eine wichtige Größe. Viele Zielgruppen sind bei Facebook und Konsorten nicht zu finden, haben nur wenige RSS-Abos oder wissen gar nicht, was RSS ist.

Newsletter, die ihre Zielgruppe genau kennen, die ein klares Konzept haben und inhaltlich einen nachvollziehbaren Mehrwert zu bieten haben, sind erfolgreiche PR- und Marketing-Tools. Und – je klarer und spezieller die Zielgruppe, desto geringer ist der Streuverlust und desto höher ist die Lesequote.

Heute haben wir den Newsletter einer Coach für Turniertänzerinnen versendet – ein besseres eMedium ist für diese Szene kaum vorstellbar.

Du bist so hoffnungslos einsnull!

Geschrieben von am 19. März 2009 | Abgelegt unter Sonstiges

Wir mochten diesen Text so gerne, dass wir ihn aus dem FCZB-Blog zitiert haben:

Es gibt Menschen, die sind beschränkt, altmodisch, schwer von Begriff, nischenkonservativ, technikfeindlich und absolut eighties. Die Synthese all dieser Eigenschaften ergibt den Begriff einsnull. Einsnull steht für alles, was hoffnungslos gestrig ist und vor allem für die Variante des Out-Seins, bei der die betroffene Person gar nicht merkt, dass sie nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist, sondern sich statt dessen modern und zeitgemäß glaubt.

Einsnull trifft also ganz gut das Gefühl, das viele Kinder ab 9 oder 10 Jahren gegenüber ihren Eltern haben, einsnull sein ist tendenziell peinlich und führt bei Menschen im Umfeld der Einsnull-Person schnell zu Fremdscham. Fremdscham ist ein Wort, das ich kürzlich gelernt habe. Es bezeichnet das Gefühl, das Sie überkommt, wenn Sie sich für eine andere, womöglich sogar völlig fremde Person schämen. Mich überkommt Fremdscham z.B. bisweilen angesichts von Deutschen, die sich im Urlaub im Ausland schlecht benehmen oder bei Frauen, die jeden Satz mit “Ich habe ja keine Ahnung, aber….” oder “Ich weiß nicht, aber ich glaube …” beginnen und diese Sätze auch nie zu Ende sprechen können, weil sie allemal sofort unterbrochen werden.

Einsnull ist, wer immer noch E-Mail als wichtigste digitale Kommunikationsform nutzt, einsnull ist, wer sich Texte aus dem Internet zum Lesen ausdruckt und wer mit Twitter gar nichts anfangen kann. CDs sind einsnull, Handys ohne UMTS und WLAN und vor allem Aussagen wie “Mit meinem Handy telefoniere ich nur” sind einsnull und Hosen mit Schlag sind einsnull.  Gut ist, dass Sie jetzt, wo Sie diesen Text gelesen haben, immerhin wissen, was Sie sind und das macht sie gleich ein bisschen weniger einsnull. Version 1.1null in etwa. Weitere Versions-Upgrades bekommen Sie aber nur, wenn Sie wirklich Ihr Leben ändern.

Erinnern Sie sich? Wie das war, als Eric Clapton 1991 dieses Unplugged Album herausbrachte? Nur Stimme und akustische Gitarre. Und wie danach alle Großen ihr Unplugged-Album produzierten? Gut, Eric Clapton, das ist noch nicht einmal einsnull, das ist nulleins. Aber vielleicht wird ein Produkt mit dem vielversprechenden Namen “Downgraded” jenseits der Windows-Sackgassen-Entwicklung in einigen Jahren einen ähnlichen Erfolg landen.

Was ich Ihnen rate? Upgraden – oder durchhalten.

BücherFrauen-E-Akademie

Geschrieben von am 6. März 2009 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Online-PR und Marketing in der Buchbranche ist das Thema der 12-wöchigen reinen E-Learning-Fortbildung, die gerade im Rahmen der BücherFrauen-Akademie gestartet ist. Die Fortbildung ist ein Kooperationsprojekt von FrauenComputerZentrumBerlin und BücherFrauen und hat Pilot-Charakter.

Im Gegensatz zu der regionalen, Berliner Fortbildung, die vor 4 Wochen begann, handelt es sich hier um eine reine E-Learning-Fortbildung, d.h. es wird keine Präsenztermine geben, wir werden ausschließlich die Kommunikationstools der Moodle-Plattform des FCZB nutzen. Heute starteten wir mit einem Chat und einer Forumsdiskussion, eingeleitet wurde das Online-Treffen durch einen Video-Podcast. So haben die 17 Teilnehmerinnen zumindest einen ersten optischen und akustischen Eindruck von der Tutorin.

Auch für mich ist dieses reine E-Learning eine Premiere. Der erste Online-Termin war so lebendig, die Diskussion im Forum so konzentriert, gehaltvoll und spannend, dass ich den nächsten 12 Wochen sehr optimistisch entgegen sehe.

Inhaltlich wird die Fortbildung Theorie und Praxis der Online-PR und des Online-Marketing von E-Mailkommunikation über Newsletter-Marketing bis hin zu Web2.0-Aktionen spezifisch für die Buchbranche sowohl von Verlagsseite als auch von Handelsseite behandeln.

Peter Engstler Verlag

Geschrieben von am 1. März 2009 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Die Zusammenarbeit mit dem Peter Engstler Verlag währt länger schon als es die webagentin überhaupt gibt, 10 Jahre sicherlich. Damals war der Verlag einer der wenigen Lyrik-Verlage, die sich an der TXT-Plattform für unabhängige Verlage beteiligten. Die Website, die unter http://www.engstler-verlag.de zu sehen ist, ist in den Grundzügen noch immer dieselbe wie damals. Reines HTML, keine Datenbank, kein Redaktionssystem. Müsste ich da nicht aufschreien und sagen, da muss ein Relaunch her!?

Nein, muss ich nicht. Abgesehen, dass Lyrik ein wenig außer Konkurrenz läuft, denke ich, dass die Website den Anforderungen des Verlages entspricht. Und wenn die Ressourcen begrenzt sind, wollen Investitionen wohl überlegt sein. Daher raten wir nicht zu einem sofortigen Relaunch, sondern aktualisieren die Seiten immer wieder aufs Neue und freuen uns, dass der Verlag so eigenwillige Bücher macht.