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Wer weiß was von wem? die wegagentin jetzt auch gläsern!

Von silke buttgereit am 9. August 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Vielleicht liegt es an der Internet-Enthaltsamkeit, die ich nun seit gut zwei Monaten kultiviere, dass mir die flächendeckende Allwissenheit des Netzes heute so unheimlich vorkommt:

Gerade war ich bei Youtube, wo ich mich – das muss ich auch als webagentin zugeben – recht selten umtue und wo ich nur minimale persönliche Daten eingegeben habe. Dort wurde mir einmal mehr angeboten, an Ort und Stelle Freunde zu finden und für den Anfang schlägt man mir vier Personen vor. Von diesen vier Personen kenne ich drei. Meine Verbindung zu all diesen drei Personen lässt sich eigentlich nur über mein E-Mail-Postfach erkennen, mit einer bin ich außerdem bei Facebook befreundet, einer anderern folge ich auf Twitter.

Außerdem las ich gerade Spiegel Online. Eine der Werbungen, die mir dort eingeblendet wurden, waren für Hotels in Ronda, unter anderem für ein Hotel, bei dem ich tatsächlich kürzlich via Internet ein Zimmer gebucht habe. Gesucht hatte ich damals per Google nach Hotels in Ronda.

Wenn ich online bin, bin ich meist bei Google eingeloggt und über meine Google-Startseite auch bei Facebook und Twitter. Offensichtlich fließen die Daten über meine Bewegungen im Internet munter zu allen möglichen Drittanbietern – die Allwissenheit von Youtube, an dem Google ja beteiligt ist, würde mich vielleicht am wenigsten überraschen, aber Spiegel online?

Bin ich nur Internet-entwöhnt und daher so überrascht oder gab es in den letzten Monaten tatsächlich nochmals einen Quantensprung in Sachen Datenfluss? Habe ich alledem in irgendwelchen AGBs zugestimmt? Verkauft Google nun doch Bewegungsdaten an Drittanbieter? Hatte Facebook wieder eine Datenpanne? Sollte ich mich das alles stoisch hinnehmen, da die Entwicklung zur Allwissenheit aller ja absehbar war und ich mich sehenden Auges in diese hemmungslose und skrupellose Maschinerie gestürzt habe? Und wann wird der Zeitpunkt für den digitalen Selbstmord gekommen sein, um wieder ein Leben mit Geheimnissen zu führen? Ohne Geheimnisse gibt es keinen Platz für Fantasie und ohne Fantasie ist das Leben langweilig. Einst waren es die Besserwisser, die jede Unterhaltung verödet haben, vielleicht sinds bald die Alleswisser, die das Netz einfach nur langweilig machen.

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Spanien, Sport und Sparkassen

Von silke buttgereit am 7. August 2010 | Abgelegt unter Aktuell

Man sieht nur, was man kennt. Besser, man erkennt nur, was man weiß. Denn gesehen habe ich hier in Spanien schon im letzten Jahr diese kleinen, meist an öden Ortsausgängen gelegenen parkartigen Flächen, auf denen knallig in den spanischen Nationalfarben Rot und Gelb gestrichene eiserne Gebilde aus Rohren und Rädern stehen, deren tieferer Sinn sich mir jedoch nicht erschlossen hatte.  Entfernt erinnern diese Gebilde an die Art fantasieloser, aber stets in bunten Farben gestrichener Spielgeräte, die man im sozialdemokratischen Deutschland der 70er Jahre bevorzugt in Vierteln des sozialen Wohnungsbaus zu so genannten Spielplätzen zusammen gestellt hat.

Spanien, das habe ich in den letzten Jahren gelernt, ist wunderschönes Land, in dem in den letzten zwanzig Jahren sehr viele unverzeihliche Hässlichkeiten mit einer unglaublichen Bauwut in die schönsten und unberührtesten Landschaften gestellt wurden. Ferienhaussiedlungen, Autobahnen, beides am besten hautnah nebeneinander, kitschige neoarabeske Pseudovillen, riesige, verwahrloste und oft ungenutzte Gewerbeflächen, die einst einmalige Aussichten verstellen – wie z.B. rund um die Stadt Granada – treiben einem oft genug die Tränen in die Augen. Da wären ein paar ungenutzte, mit denkbar kindungerechten Geräten versehene Spielplätze, die besonders in der Mittagshitze eine ignorante Menschenverachtung ausdünsten, eher belustigend gewesen.

Doch meine Einschätzung war weit gefehlt und zeugte statt dessen von Ignoranz und Vorurteilen. Man erkennt nur, was man weiß – erst seit ich kürzlich in einer spanischen Sparkasse, der Caja Granada, im Wartesessel saß und aus Langeweile zum dort ausgelegten Kundenmagazin der Bank griff, weiß ich, dass es sich hier nicht um missratene Spielplätze handelt. Es geht hier um nichts weniger als das Geheimnis der jüngsten sportlichen Erfolge Spaniens. Tatsächlich sind diese Plätze von der spanischen Sparkasse jeder Bankenkrise zum Trotz gesponserte Fitnessparks, die keineswegs nur Kindern, sondern allen Spanierinnen und Spaniern zur Verfügung stehen.

Wir, die webagentin und die journalistin, haben umgehend einen Ausflug ins benachbarte Capileira unternommen, wo uns ein solcher Park zuletzt aufgefallen war. Da wir nun Wissende sind, haben wir die Qualität der Einrichtung endlich erkannt. In diesen Fitnessparks liegt die Wiege des sportlichen Erfolgs Spaniens, des Landes, das als amtierender Welt- & Europameister sowohl im Fußball als auch im Basketball die ballvirtouoseste Nation Europas, wenn nicht gar der Welt ist. Mit diesen Gerätschaften investieren die Sparkassen in die Fitness des Landes – nichts weniger als Titel und Erfolge, Iker Casillas und Andrés Iniesta sind die  Rendite. Wir haben z.B. den Torwarttrainer getestet und sind begeistert:

Nicht weniger überzeugend ist der Schusssimilator:

Erinnert sich noch jemand an die Trimm-Dich-Pfade der 70er Jahre? Wo sind diese geblieben? Vielleicht sollte Deutschland die verschüttete Trimm-Dich-Kultur wiederbeleben, denn: 1972 wurde die damalige BRD Fußball-Europameister, 1974 Fußball-Weltmeister – war dies die wahre sportliche Wiege eines Sepp Maiers und Gerd Müllers?

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Zwei-Klassen-Internet in Sicht

Von silke buttgereit am 5. August 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Schade eigentlich – jetzt ist es wohl doch bald so weit: Wer mehr zahlt, wird im Internet schneller angezeigt. Bisher gilt, dass die Internet-Leitungen für alle dieselben sind, ob kleines Projekt oder große Suchmaschine. Damit sind große Internet-Unternehmen schon lange unzufrieden und es scheint, als würde es Google nun gelingen, den Grundsatz der Netzneutralität zu Fall zu bringen. Wenn’s wahr wird, wird das ein trauriger Tag für die Netzkultur sein. Wobei diese unerhörte Demokratie vielleicht schon lange ein unkapitalistischer Anachronismus war.

Spiegel-Artikel mit weiteren Informationen.

Aber schade ist es trotzem – schreibt die webagentin aus dem Off der Auszeit.

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BücherFrauen-E-Akademie 2010

Von silke buttgereit am 28. Juni 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Mit schönen Referenzen sollte man noch nicht einmal in Auszeiten hinter dem Berg halten – erst recht nicht hinter den Bergen der Sierra Nevada.

Verlegerin Andrea Krug von Krug & Schadenberg zur kürzlich zu Ende gegangenen 2. BücherFrauen E-Akademie Online PR und Marketing in der Buchbranche:

http://www.buecherfrauen.de/index.php?seite=Akademie&content=&id=1029

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Esparto-Körbe

Von silke buttgereit am 27. Juni 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Sonstiges

Ich sitze auf unserer herrlichen Terasse in Bubión, Andalusien, mit Blick auf den Berghang auf der gegenüberliegenden Seite des Tales, auf das bergige Land hin bis zum Mittelmeer und vor allem auf die Teide, wichtigste Bar und größtes Restaurant im Dorf, und auf die Pension Sevillana. Für ausführliche Beobachtungen und um das Kommen und Gehen im Dorf zu verstehen, ist das ein sehr geeigneter Sitzplatz. Im Mund habe ich ein Stück Süßholz, auf dem ich herumkaue und das mir ein alter Mann verkaufte, der auf dem kleinen Platz neben der Teide einen kleinen Marktstand mit Körben, Lampenschirmen, Feuerfächern, Sandalen und Weinregalen aus Esparto-Gras (Halfa-Gras), aber auch Alpujarra-Kräutern, getoasteten Mandeln (ja, getoastet, nicht die gerösteten Mandeln in der dicken Zuckerhülle) und Nüssen anbot. Esparto-Flechterei ist ein traditionelles Handwerk dieser Region, Esparto, Halfa-Gras,  ist eine typische Pflanze der iberischen Halbinsel, aus den Blättern werden Körbe, Matten, Schuhe etc. geflochten. In der Gegend rund um die Sierra Nevada, war die Esparto-Flechterei lange ein wichtiger Wirtschaftszweig. Wie der traditionelle Terassenackerbau wird auch dieses Metier fast nur noch alten Menschen betrieben, Nachwuchs gibt es kaum. Zwar gibt es in allen Touristenläden entlang der Straße durch das Poqueira-Tal Körbe aus Esparto-Gras zu kaufen. Diese stammen allerdings ausnahmslos aus der Massenanfertigung in Marokko und bleiben qualitativ weit hinter denen der hiesigen Esparto-Flechter zurück. Kürzlich haben wir in Pitres, einem Dorf im Nachbartal, in der Ferreteria, der Eisenwarenhandlung, einen großen Esparto-Korb von einem der wenigen hiesigen Esparto-Flechter gekauft. Die Eisenwarenhändlerin erzählte uns jedoch, dass der Korbmacher vor zwei Wochen gestorben sei und dass die beiden Körbe, die sie in ihrem Laden stehen hat, die letzten ihrer Art seien, weil sie nun keinen Lieferanten mehr habe. So steht bei uns im Wohnzimmer nun la penultima cesta, der vorletzte Korb, der wunderschön ist, dessen Anblick jedoch auch Wehmut weckt. Ich war daher sehr erfreut, als ich den sehr einfachen Markttisch mit den Esparto-Waren sah und fragte den alten Mann, ob er diese selbst herstellt, Ja, alles, was er verkaufe, komme aus seiner Herstellung, erklärte er und bot mit eine seiner getoasteten Mandeln an. Das Handwerk sei ja fast schon verschwunden, meinte ich und er erzählte, dass er einigen jungen Menschen das Flechten lehrt, weil das Handwerk und das Wissen darüber sonst ganz ausstirbt. Samstags sei in Capileira, dem Nachbarort, ein kleiner Markt, da würde ein Mädchen – una niña -, eine seiner Schülerinnen, auch Körbe verkaufen, jaja, wenn er sein Wissen nicht weitergebe, würde es bald gänzlich verloren gehen. Man benötigt in einem Haushalt nur eine begrenzte Anzahl an Esparto-Körben, aber ich fand einen geflochtenen Feuerfächer zum Anfachen der Glut in Kamin oder Grill, den ich schon lange entbehrt hattee. Dazu eine Tüte Kräuter für einen Tee bei Erkältungen, ebenso dringend vermisst, da ich seit zwei Tagen an einem seltsamen anfallsartigen Husten leide. Er selbst kaute auf einem Stück Holz vom Umfang eines Strohhalms, die Ästchen, etwas länger als ein Streichholz verkaufte er für 25 Cent das Stück. Auch das sei sehr gut für den Hals, erklärte er mir, als ich nachfragte und außerdem hervorragend geeignet sich vom Rauchen abzuhalten. Als echte ehemalige und immer wieder sehr sehnsüchtige und öfter schwächelnde Raucherin kaufte ich ihm ein halbes Dutzend davon ab. Ein schöner Sonntagseinkauf. Eigentlich befand ich mich, als ich auf den Marktstand stieß, auf dem Weg zur Wohnung der Reitstallbesitzerin, wo ich ein Newsletterprogramm einrichten und einen Musternewsletter erstellen wollte. Die Esparto-Begegnung ließ mich aber wieder kehrt machen – auch in der Auszeit ist Sonntag eben Sonntag und sollte für erfreulichere Dinge genutzt werden. Mañana será otro dia… – gilt auch für webagentinnen.

http://www.casarurallamasia.es/fotos/esparto.jpg

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Stroh macht froh – der Nachtrag

Von silke buttgereit am 27. Juni 2010 | Abgelegt unter Aktuell

Nun verhält es sich hier gerade so, dass die Bar, in der man per WLAN surfen kann, wegen Urlaub geschlossen hat. Eigentlich wäre da noch der buddhistische Teeshop, in dem auch gesurft werden kann. Doch da die Inhaberin einen nuevo novio hat, also frisch verliebt ist und die Öffnungszeiten seitdem etwas unregelmäßig ausfallen, war ich in den letzten Tagen nur ebenso sporadisch online. Nicht, dass es mir sehr gefehlt hätte, aber so kommt erst jetzt der verspätete visuelle Nachtrag zum Strawworking – aufgenommen bei den zweiten 9 Tonnen, die ein paar Tage später verladen werden mussten.

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Offline Farmville – 9 Tonnen Social Strawworking

Von silke buttgereit am 11. Juni 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Sonstiges

Spanien/die webagentin – Was ich hier eigentlich vier Monate lang mache, wurde ich gefragt. Hier, in einem Dorf in den spanischen Alpujarras mit 300 Einwohner/innen, auf 1300 m Höhe, ohne eigenen Internetanschluss und mit viel viel Zeit. Langeweile kam bisher noch nicht auf und die Wahrscheinlichkeit, dass das so bleibt, ist groß. Die erste Woche verbrachte ich auf einer Reitwanderung durch die Sierra Nevada, also weniger Reisen statt Surfen als Reiten statt Surfen. Seitdem bin ich viel gewandert, habe viel gelesen, auf der Dachterasse mit Blick auf die verschneite Sierra Nevada gesessen, war vor allem und genüsslich offline.

Gestern morgen statteten wir dem Reitstall Sierra Trails, der unsere Reitwanderung, einen Besuch ab. Der Stall liegt fast 1700 m hoch und oberhalb des Dorfes Capileira.

Reitstall Sierra Trails, Reiten in Andalusien

Damit dürfte der Stall der höchst gelegenste Reitstall Europas sein, optimaler Ausgangort für Ritte ins Hochgebirge, das besonders jetzt im Frühjahr traumhaft schön ist.

Dallas Love, Besitzerin des Reitstalls, erzählte uns von einem 9-Tonnen-Laster mit Haferstroh, der in im Laufe des Morgens ankommen sollte. Do you need a hand?Oh yes und gerne. Den restlichen Vormittag verbrachten wir damit – und ich kann es immer noch kaum fassen – 9 Tonnen Stroh in Ballen einen kleinen Steilhang hinunter zur Vorratsscheune zu werfen und zu stapeln. Ich schwöre, jeder dieser Ballen ist einmal durch meine Hände gegangen. Und ich schwöre, ich war selten so höchst zufrieden wie nach der Bearbeitung dieser 9 Tonnen Haferstroh und ich habe heute keinerlei Rückenschmerzen. Vergessen Sie Level 70 bei FarmVille – nichts geht über 700 Ballen Offline-Stroh…

Sierra Trails, Reiten in der Sierra Nevada, Ansicht mit Pferd von vorne

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Reisen statt Surfen

Von silke buttgereit am 29. Mai 2010 | Abgelegt unter Aktuell

Wer viel surft, muss auch mal reisen. die webagentin ist nach Spanien gereist und wird dort die nächsten vier Monate reisend, schreibend und lesend verbringen. Natürlich reist das Internet auch mit, doch eine gewisse distanzierte Enthaltsamkeit wird die nächsten Monate prägen. Per Mail bleiben wir selbstverständlich erreichbar.

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Xing mit Fehlern, cwcity mit Problemen, Google mit Navigation?

Von silke buttgereit am 30. April 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Weiterbildung

Als Dozentin und Unterrichtende erlebt man immer wieder kleine GAUs. Ich glaube, die erste Selbstlerneinheit, die ich mir nach der Entscheidung, zukünftig im Bereich Seminare, Weiterbildungen und Vorträge tätig sein, verordnet habe, war die, ungefähr jeden Bildschirm dieser Welt an ungefähr jeden erdenklichen Beamer anpassen zu können und das mit allen nur erdenklichen Betriebssystemen. Vom souveränen Umgang mit allen denkbaren Anschlussmöglichkeiten von Rechner und Beamer ganz zu schweigen. Für alle in diesem Sektor tätigen Frauen ist das nicht nur Soft Skill, sondern fast schon Kernkompetenz. Darauf wird geschaut und in der technischen Vorbereitung eines Vortrags werden die Weichen für seinen Erfolg gestellt.

Wenn der Beamer beamt, das projizierte Bild gut lesbar und der Screen auch auf dem Laptop, Netbook, PC oder MacBook nicht schwarz oder völlig entstellt ist, gibt es gerade bei Online-Live-Unterricht noch genügend Dinge, die schief gehen können. Allein in der letzten Woche hatte ich im Unterricht so viele Pannen, wie sie bei der Stillarbeit am Rechner im Laufe eines ganzen Jahres nicht vorkommen – es sei denn, man fährt Zug und versucht, länger als 2 Minuten am Stück mit einem mobilen Stick online zu arbeiten. Grrrrrrh.

1. Unterrichtseinheit WordPress-Blog bei dem Free Webspace-Anbieter cwcity.de

einrichten

Schon beim Einrichten des Nutzer/innen-Zugangs passierte der SuperGAU: In der E-Mail für die Account-Bestätigung wurde mir das von einer Teilnehmerin gewählte Passwort gesendet, die Teilnehmerin hingegen erhielt das meine. Allein deswegen könnte cwcity.de den Laden ja eigentlich dicht machen.

In der Folge funktionierten die eingerichteten Zugänge mal, mal nicht und vor allem war alles so unterträglich langsam, dass von effektivem Unterricht nicht die Rede sein konnte.

2. Kontakte zu XING einladen

Ungefähr einen Tag später war das Thema Online Reputation Management unter anderem mit XING. Ich lud alle Teilnehmerinnen über meinen XING-Account zu XING ein, um dann anschaulich über die Funktionen des Premiumaccounts bei XING zu referieren. Bei allen, die ich eingeladen hatte, erschien nach dem Klick auf den in einer E-Mail von XING gesendeten Einladungsmail die Meldung Die gewünschte Operation ist nicht bekannt. In der Folge gab es nur bitteren Frontalunterricht und frustrierte Teilnehmerinnen

3. Google mit Navigation und neuem Layout

Wir sind immer noch beim Thema Online Reputation Management. Die Aufgabe heißt Vanity Search, also Googlen des eigenen Namens. Das eine oder andere interessante Ergebnis schauen wir uns zusammen via Beamer an. Von einem Moment auf den anderen hat Google plötzlich ein völlig anderes Erscheinungsbild, links habe ich eine Navigation, in der ich auswählen kann, welche Art von Dokumenten (Bilder, Videos, Blogs, Alle, Twitter) ich suche. Unter der Suchzeile steht eine voreingestellte Ortsangabe, die genau den Ort zeigt, wo ich kürzlich Urlaub machte und mich via Google über das Wetter erkundigt hatte (Liebes Google, danke fürs Mitdenken, bin jetzt aber in Berlin). Ich gehe souverän darüber hinweg, wahrscheinlich fällt es kaum auf, außer dass meine Suchergebnisse sich dezent von denen der Teilnehmerinnen unterscheiden.

Ist hier noch auf irgendetwas Verlass? Ich glaube, ich möchte wieder eine statische Website, bestehend aus 3 Seiten haben und sonst gar nix. Die Google-Navigation ist übrigens wieder verschwunden – aber ich schwöre, die war da!

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Schnelle Entwicklungen und das Internetfräulein

Von silke buttgereit am 22. April 2010 | Abgelegt unter Aktuell, Web

Das Internet ist ein schnelles Medium und ist durch die Social Media noch schneller geworden. Dass aber das schlechte Image von Google als allmächtiger Monopolist im www innerhalb eines halben Jahres so bröckeln würde und Facebook der Suchmaschine in Sachen Allmacht, Allgegenwart, Datenkrakerei und Monopolbestrebungen so eindeutig den Rang abläuft, ist doch überraschend.

Auf der Facebook-Konferenz f8 stellte Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer und Chef gestern vor, wie das lange angekündigte Facebook Connect funktionieren wird. Unternehmen können dann Facebook voll in ihre Website integrieren, so dass z.B. in Shops bei allen Produkten der gefällt-mir-Button geklickt werden kann bzw. mir gezeigt wird, wer von meinen Freunden ein bestimmtes Produkt gut findet. Das geht natürlich nur, wenn ich bei Facebook eingeloggt bin. Und so lange ich bei Facebook eingeloggt bin, kann Facebook alle meine Bewegungen nicht nur Facebook, sondern auch auf Seiten, die mit Facebook connected sind, genau verfolgen. Letztere Daten können von den Unternehmen, die Facebook Connect integriert haben, gleichfalls eingesehen werden.

Zuckerberg selbst erklärt das so: Bisher war das Web eine große Menge durch Links locker und unstrukturiert verbundener Seiten. Das war aber nur der Anfang des Netzes und das wird sich jetzt ändern. Facebook möchte dem Netz Struktur beibringen.

Ich bin gespannt, wer dann in einigen Jahren Facebook rechts überholen und links liegen lassen wird… von wegen: Ich konnte mich selbst kürzlich des Eindrucks nicht erwehren, dass ich mich nun selbst links oder rechts überholt habe oder irgendetwas in der PR der webagentin schief gegangen ist. Sagte eine Bekannte zu mir:

Ich habe gehört, du machst jetzt ganz interessante Sachen im Netz und nennst dich das internetfräulein.

www.internetfraeullein.de ist noch zu haben. Soll ich reservieren?

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